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16.12.2010 - Benefizkonzert der Kantorei Christuskirche für die Orgeln der beiden Neunkirchner Kirchen

Am 10. Dezember, pünktlich zum Auftakt des Weihnachtsmarktes lud Pfarrer Brandl zu einem Benefizkonzert in die katholische St. Michaels - Kirche ein. Der Erlös soll den Orgeln der Neunkirchener Kirchengemeinden zugute kommen.

Vor der St. Michaels Kirche drängten sich weihnachtlich geschmückte Buden mit köstlichen Maroni, duftenden Lebkuchen und wärmendem Glühwein. In der Kirche war jeder Platz besetzt. Sogar auf dem Mittelgang des Gotteshauses hatten fleißige Hände Stühle aufgestellt, damit jeder der 400 Konzertbesucher einen Sitzplatz bekam.

Das Herzstück des Konzertes war „Gloria“ in D-Dur von Antonio Vivaldi, ein geistiges Vokalstück in 12 Sätzen, für Chor, Orchester und Solisten. Mit dem Regionalkantor der Erzdiözese Bamberg, Georg Schäffer konnten die Neunkirchener einen ganz besonderen Organisten gewinnen. Tatsächlich sahen sich die Musiker des Orchesters und die einzelnen Solistinnen zum ersten Mal auf der Generalprobe. - Eine besondere Herausforderung für den Chorleiter der evangelischen Kirchengemeinde Bauer, der seinen Chor aus der Christuskirche zum gemeinsamen Benefizkonzert gleich mitbrachte. Schon nach den ersten Klängen konnten sich die Zuhörer der Faszination der musikalischen Werke nicht mehr entziehen, denn Vivaldi gelingt in seiner Komposition durch das Wechseln der Tonarten in Dur und Moll, der Tempi und Dynamik eine Ausdruckskraft die tief bewegt.

Begeistert war das Auditorium auch von den Solosängerinnen: Von Hedi Lang, die in ihrer Stimme ein Timbre zeigte, das viele Gefühlsnuancen zulässt. Sie war so eindringlich in ihrem Vortag, dass sich ihr Gesang intensiv gelebt anhörte. Genau wie ihre Kolleginnen Edda Forberg und Heike Nasritdinova in deren Duett die Emotionen buchstäblich hörbar gemacht wurden.

Auch wenn der evangelische Chorgemeinschaft vor 33 Jahren, lange bevor die Christuskirche erbaut war, mit einigen Sängern klein anfing, hat sie sich mittlerweile zu einem beachtlichen Kirchenchor gemausert. Ein halbes Jahr haben die Mitglieder des Kirchenensembles für diesen Auftritt trainiert. Und nicht nur das: Regelmäßig arbeiten die leidenschaftlichen Chorsänger an ihren Stimmen. Als Stimmbildnerin schult Hedi Lang den Chor. Sie trainiert die Sänger kontinuierlich in Volumen und Chorklang. – Das Ergebnis kann sich hören lassen: Kraftvoll und harmonisch erfüllten die Stimmen das alterwürdiger Kirchenschiff.
Auch die alte Orgel schlug sich tapfer. Tatsächlich hatte sie während des Konzertes an manchen Stellen ein wenig nach Luft gerungen. Allerdings: Der alten Dame soll mit dem Erlös des Konzertes geholfen werden. Die „Königin“ aus der katholischen Pfarrkirche St. Michael wird eine Frischzellenkur bekommen, die ihr zu jugendlicher Kraft verhelfen soll. Auch die evangelische Gemeinde hat Wünsche: Sie möchte eine neue Orgel, denn ihr Instrument ist zu klein, um bei einem vollem Gotteshaus von allen gehört zu werden.
So warben die beiden Geistlichen Seite an Seite in einem einträchtigen Dialoggedicht für das gemeinsame Anliegen: „Egal ob`s uns gefällt: Orgel bauen kostet Geld!“ Axel Bertold von der evangelischen Pfarrei beendet das poetisches Zwiegespräch mit einem Musterbeispiel für gelebte Ökumene: „Eure Kirche – unser Chor, so stell ich mir Gemeinschaft vor.“ Und der katholische Kollege Pfarrer Brandl antwortete: „Mit einem Wort: Das ist das Schöne, an der Neunkrichener Ökumene.“
Text: Kathrin Lewerenz


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