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Nordbayerische Nachrichten - 28.01.2009
BN für Kompromiss
Gesprächsrunde zur Westumgehung gefordert
NEUNKIRCHEN
— Eine Gesprächsrunde zur Westumgehung mit Vertretern der Behörden, Anwohner und Bürgerinitiativen fordert der Bund Naturschutz. Dieser hofft, dass dadurch eine tragfähige Alternative zu dem umstrittenen Projekt gefunden werden kann.
„Wichtig ist, dass Befürworter und Gegner der Westumgehung offen für die Argumente der jeweils anderen Seite und wirklich gesprächsbereit sind. Dann müsste ein Kompromiss möglich sein“, betont Bernhard Birnfeld, stellvertretender Vorsitzender der Ortsgruppe des BN.
In einem Gespräch mit Bürgermeister Heinz Richter, an dem außer dem Bund Naturschutz auch das für die Umgehung zuständige staatliche Bauamt teilnahm, sei deutlich geworden, dass das Hauptproblem der Schwerlastverkehr in der Friedhofstraße sei. Hinzu kämen Gefährdungen von Fußgängern auch in der Forchheimer und der Erleinhofer Straße.
Wegen der Lastwagen plädiert Birnfeld für genauere Erhebungen. Das staatliche Bauamt habe in der Friedhofstraße zirka 400 Laster am Tag ermittelt. Die „Bürgerinitiative für ein modernes und umweltbewusstes Neunkirchen“ kam bei Zählungen, bei denen sie sich genau an die offiziellen Richtlinien hielt, nur auf 200 Laster.
Entscheidend sei außerdem, den Anteil des Durchgangsverkehrs zu ermitteln. Birnfeld: „Am Lieferverkehr beispielsweise zu Supermärkten wird nämlich auch die Westumgehung nichts ändern.“ Gleiches gelte für Gefährdungen vor allem von Schulkindern. „Bei weniger Verkehr wird vielleicht sogar noch mehr gerast als vorher“, hebt Bernhard Birnfeld hervor. Statt die Umgehung als ein Allheilmittel zu sehen, sei es besser, eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern auch für die Friedhofstraße zu erlassen und entsprechende Radarkontrollen durchzuführen sowie durch bauliche Maßnahmen die Gefahrenpunkte zu entschärfen.

Viele Tiere betroffen
„Schließlich dürfen wir nicht vergessen, dass durch die Umgehung ein wertvolles Stück Natur unwiederbringlich zerstört wird“, so Heinrich Kattenbeck, der Kreisvorsitzende des BN. Wendehals, Gartenrotschwarz, der große Abendsegler sowie zahlreiche Fledermaus-, Kröten- und Käferarten würden ihren Lebensraum verlieren.
Gerade für die Kinder sei es von enormer Bedeutung, Naturräume zu erleben, die noch intakt seien, stellt Birnfeld heraus: „Viele Großstädter beneiden uns, dass wir im Grünen leben. Wir sollten es deshalb nicht vorschnell kaputt machen, wenn sich die Probleme auch auf andere Weise lösen lassen.“ SCOTT JOHNSTON