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Erlanger Nachrichten - 07.03.2009
Leserbrief: Die Bürger werden nicht erst genommen

Zu den Artikeln in den Erlanger Nachrichten über die Westumgehung in Neunkirchen am Brand

Warum spaltet der Bürgermeister die Gemeinde?
Tatsache ist, dass die Verkehrsbelastung im Innerort dringend verringert werden muss. Doch warum spaltet man hier mit einer sehr strittigen Variante der Trassenführung die Bürger Neunkirchens, wie Unterschriftenaktionen und Umfragen zeigen?
Nicht nur, dass die geplante Straße durch ihre Lage den Lärm über den gesamten Ort leitet und die Ortsanbindungen viele Gefahren bergen, so verschlechtert sie auch noch unnötig die Überschwemmungsgefahr.
Die von uns in Fotos dokumentierten mehreren Flutungen bis an die Grundstücksgrenze wurden bisher mit dem Hinweis auf ein noch zu erstellendes Gutachten abgetan. Das nun vorliegende hydrotechnische Werk weist hierzu eine Erhöhung der Wasserspiegel von bis zu 35 cm auf!
Auch muss das Werk extrem kritisch hinterfragt werden, da das Bodengutachten darin unbeachtet bleibt und die statistisch errechnete Linie eines zu erwartenden Hunderthochwassers noch deutlich unterhalb der des realen Wasserstandes der Flutungen liegt. Somit bedroht die Trasse nicht nur das Wohngebiet, sondern — wie die Vergangenheit schon zeigte — auch Innerortsbereiche.
Kann ein gewählter Gemeinderat, der alle Bürger vertreten soll, dieser Verschlechterung zustimmen, wenn er wiedergewählt werden will?
Die Bemerkung des Bürgermeisters Herrn Richter in der Öffentlichkeit, vom einem Hochwasser spräche man doch erst, wenn das Wasser im 1. Stock stünde, bestärkt mich in meinem Gefühl, als Mitbürger nicht ernst genommen zu werden. Warum wird die erneute ernsthafte Prüfung einer Trassenführung mit der alle Anwohner leben können so kategorisch abgeblockt und ein Projekt, in welchem der versprochene Lärmschutz nicht umgesetzt wird, so vehement unterstützt?
Warum fehlen bisher z. B. konstruktive Gespräche über die Ortsgrenzen hinaus z.B. mit der Dormitzer Gemeinde, die ebenfalls eine Umgehungsstraße plant?
Warum nutzt man die Chance nicht, die schon vorliegenden Pläne einer ortsferneren Straßenführung unter den gegebenen Widerständen noch einmal zu betrachten, um ein umfassendes Konzept über den eigenen Tellerrand hinaus umzusetzen, mit welchem sich die meisten Bürger vertreten sähen?

Sabine Graf, Neunkirchen