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Erlanger Nachrichten - 23.10.2010
Angst vor radikaler Naturzerstörung
Kampf gegen Westumgehung durch das idyllische Ebersbachtal
NEUNKIRCHEN
— Der Kampf gegen den Bau der Westumgehung durch das Ebersbachtal vor den Toren Neunkirchens geht weiter: Bei einem Informations-Waldfest demonstrierten Landwirte aus Ebersbach, die Bürgerinitiative MUNk („Modernes und umweltbewusstes Neunkirchen“) und der Bund Naturschutz (BN) vor kurzem große Einmütigkeit.
Die „Zubetonierung“ eines relativ großen Areals durch die Umgehungsstraße erhitzt schon länger die Gemüter. Unterschiedliche Interessenslagen mündeten beim Waldfest in der Bildung einer gemeinsamen Front.
Für die Bauern würde die Umgehung „Vernichtung wertvollen Ackerlandes in der Größenordnung eines örtlichen landwirtschaftlichen Vollerwerbsbetriebes“ bedeuten, wie Hermann Greif vom Bayerischen Bauernverband Oberfranken vorrechnete: Rund 18 Hektar würde der Straßenbau laut Greif verschlingen; Zudem gefährde der tiefe Einschnitt von der Hochebene die Wasserversorgung von Obstbäumen und Ackerland.
„Streuobstwiesen, Waldgebiete und Auenlandschaften sind ausgewiesen wertvolle Naturräume mit oftmals seltenen Vogelarten und Amphibien, die Indikatoren für eine intakte Natur darstellen“, fügte Heinrich Kattenbeck, Chef des Forchheimer BN-Büros, hinzu.

Für Naherholung wichtig
Jagdpächter Roger Hollfelder unterstrich, dass die positive Entwicklung der Wildbestände im Ebersbachtal durch den Umgehungsstraßenbau einen herben Rückschlag erleiden würden. „MUNk“-Vertreterin Bettina Wittmann wies auf den hohen Stellenwert des Tales als zu Fuß erreichbares Naherholungsgebiet nicht nur für Schüler und Senioren hin.
Einig ist man sich, dass die Westumgehung nur den Durchgangsverkehr, aber nicht den so genannten Zielverkehr reduzieren wird. Es stehe sogar zu befürchten, dass die neue Straße als „Lkw-Magnet“ wirkt, was aktuelle Verkehrszählungen und -prognosen nach Auskunft der Initiatoren des Waldfestes offensichtlich auch bestätigen.
en/fr