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Nordbayerische Nachrichten - 05.11.2010
Ist die Stadt-Umland-Bahn nur ein Windei?
Kreisbauausschuss überwiegend skeptisch gegen die Pläne — Abgespeckte Variante könnte rentabel sein
FORCHHEIM
— Für ein Windei halten die meisten Kreisräte im Bauausschuss die Stadt-Umland-Bahn Erlangen (St UB). Zumal das Zwischenergebnis des Gutachters nicht ermutigend ist.
Frithjof Dier, Leiter des Referats für zentrale Aufgaben im Landratsamt, erklärte, dass das Ergebnis jüngst im Arbeitskreis St UB vorgestellt wurde. Demnach wird der erforderliche Kosten-Nutzen-Faktor 1,0 nicht erreicht. Die T-Netz-Variante – die eine Verbindung von Eschenau über Erlangen nach Herzogenaurach sowie eine Linie von Erlangen nach Nürnberg Thon vorsieht – erreicht den Faktor 0,79. Der Gutachter habe darauf hingewiesen, dass durch eine Reduzierung der Strecken im T-Netz der Faktor auf über 1,0, also auf Rentabilitätsgröße, gesteigert werden könnte.

Öffentlich drüber reden
In einem öffentlichen Gespräch der beteiligten Kommunen sowie der Bürgerinitiative Herzogenaurach wird das Zwischenergebnis präsentiert und die weitere Vorgehensmöglichkeit erörtert. Die vom Gutachter erwogene, verkürzte und somit rentable Variante der Ost-West-Verbindung würde im Ostteil statt bis Eschenau nur bis Neunkirchen reichen. Dormitz und Neunkirchen wären somit die Schnittstellen der St UB mit dem Landkreis Forchheim.
Edwin Dippacher eröffnete die kurze Diskussion. Die Hemhofen-Bahn sei ja weg. Seit Jahren seien Gleise abgebaut worden, hier wolle man wieder welche einführen. Wenn nur Neunkirchen tangiert sei, solle man das restriktiv handhaben, empfahl der Sprecher der CSU-Fraktion, vor allem wenn es auf Kosten für den Landkreis hinauslaufe.
Auch Reinhold Otzelberger (SPD) legte Wert darauf, dass „wir darauf achten, wo ÖPNV-Mittel effizient eingesetzt werden können“.
Dagegen hielt es Karl Waldmann (Die Grünen) für zu kurz gesprungen, wenn nur von der Gegenwart her gedacht werde. „Wir müssen uns wappnen für eine alternde Gesellschaft und knapper werdender Ölressourcen“, warnte er. Daher sei der ÖPNV, auch der schienengestützte wie die St UB, die „Mobilität der Zukunft“, sagte er mit Verweis auf die erfolgreiche Stadt-Umland-Bahn in Karlsruhe. DIETER KÖCHEL

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