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Fränkischer Tag - 05.11.2010
Kehrt Umlandbahn auf die Spur der „Seekuh“ zurück?
Verkehrspolitik Im Kreisbauausschuss tauchten die fast 20 Jahre alten Pläne einer Stadtbahn wieder auf.

Wie die „Seekuh“ dampfend am Bahnhof Erlangen-Zollhaus einlief, zeigt diese Aufnahme aus dem Jahr 1963. An der Trasse der „Seekuh“ würde sich auch die Stadt-Umland-Bahn orientieren.Foto: Günther Klebes (Archiv)

Forchheim/Erlangen - Edwin Dippacher war gleichermaßen überrascht und amüsiert. Den Begriff „Stadt-Umland-Bahn“ kannte der CSU-Kreisrat noch aus den 90er Jahren. Dippacher konnte nicht glauben „dass hinter dem Begriff noch etwas Konkretes steht“.

Im Hinblick auf den bevorstehenden S-Bahn-Bau könne er in den Untersuchungen möglicher Netz-Varianten der Umlandbahn „keine Vision erkennen“, kritisierte Edwin Dippacher. Er appellierte im Bau- und Verkehrsausschuss des Kreises am Mittwoch: Es sollten keine „unnötigen Gelder“ in die Untersuchungen des Umland-Bahn-Projektes fließen, etwa in Form von Gutachten.

Der Grüne Kreisrat Karl Waldmann dagegen warnte, mögliche Potenziale zu verschenken, die in der Stadt-Umland-Bahn stecken. Die Rolle des öffentlichen Nahverkehrs „wird wachsen“, sagte Waldmann und machte sich stark für die Idee der Stadt-Umland-Bahn. Das Beispiel Karlsruhe, wo eine vergleichbare Straßenbahn-Trasse gebaut worden sei, zeige: Eine Umlandbahn könnte wegweisend für eine „Mobilität der Zukunft“ sein.

Kosten entstehen dem Landkreis zumindest in der Planungsphase nicht, sagte Landrat Reinhardt Glauber. Anders wäre dies, wenn der Landkreis dem Bau zustimmen würde.

Wie wahrscheinlich die Verwirklichung der Stadt- Umland-Bahn ist, damit beschäftigte sich der Zwischenbericht eines Arbeitskreises, in dem Vertreter des betroffenen Städte und Landkreise, sowie VGN-Experten sitzen.

Frithjof Dier (Jurist am Landratsamt) wies auf die zentralen Aussagen des Zwischenberichtes hin: Das so genannte T-Netz aus dem Jahr 1993 (die Verbindung Herzogenaurach-Erlangen-Eschenau, verknüpft mit der Nord-Süd Verbindung Nürnber/Thon-Erlangen) sei aufgrund neuer Daten untersucht worden. „Der erforderliche Kosten-Nutzen-Faktor war aber nicht gegeben“, so Dier.

Erst eine Reduzierung der Trasse konnte die Diskussion um die Bahn wieder beleben. Eine Erlanger Bürgerinitiative habe neue Varianten vorgeschlagen. Im Gespräch sind Kürzungen am West- und am Ost-Ast der Trasse.

Am 2. Dezember wird diskutiert
Der Landkreis Forchheim könnte im Abschnitt Neunkirchen betroffen sein. Am 2. Dezember werden die aktuellen Varianten der Stadt-Umland-Bahn in Erlangen mit Bürgermeister Siegfried Balleis öffentlich diskutiert.

VON UNSEREM REDAKTIONSMITGLIED
Ekkehard Roepert