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Nordbayerische Nachrichten - 18.11.2010
Leserbrief: St UB beileibe kein Windei

Betrifft: „Ist die Stadt-Umland-Bahn nur ein Windei?“ (NN vom 5. November)

Ein Maß der Dinge kann sie wohl nicht sein, die überwiegende Skepsis des Kreisbauausschusses gegen die Pläne einer Stadt-Umland-Bahn. Und ein Windei, wie die NN suggestiv fragend im Artikel vom 05.11.10 in das Thema einsteigt, ist dieses Bahnprojekt mit allerbester Zukunftsausrichtung obendrein ohnehin nicht.
Ganz zu verstehen ist der CSU-Kreisrat Edwin Dippacher, wenn es darum geht, ein Zeichen zu setzen, dass sich der Landkreis, sollte es zur Realisierung kommen, natürlich nur nach dem Nutzen für die Gebiete auf seiner Fläche kostenmäßig beteiligen kann, in denen für den Landkreis auch ein Nutzen entsteht.
So aber amüsiert er sich bereits beim Auftauchen einer ersten Regung nach einer zehnjährigen Pause, was sicher der Sache des Gestaltens einer Zukunftslösung nicht dienlich ist. Dass er jetzt dozierend Hinweise gibt, dass die Hemhofen-Bahn abgebaut sei, zeigt die Ferne seines Standorts zum Thema. Ebenso fern war das Gezerre derjenigen Kreisräte aus dem Landkreis Erlangen-Höchstadt, die unbedingt wissen wollte, ob sich ein Groß-Netz mit Ost-West-Magistrale Eschenau-Herzogenaurach-Atlantis rechne. Beides Fragen von Übermorgen, wenn ein rentables Anfangsstück in Betrieb ist und Signale zum Aufschwung aussendet. Beides wurde bereits mit Gutachten in den 90ern deutlich beantwortet. Überlandfahrstrecken größerer Art rechnen sich zunächst mit der Schiene nicht – keinerlei Neuerkenntnis.
Wichtig ist es aber, einen Einstieg hinzubekommen. Das wusste bereits Altbürgermeister Dietmar Hahlweg, dem die St UB Zukunftsvision genug war, sie als Chefsache zu betreiben. Er hatte sehr wohl erkannt, dass die Hauptlastachsen Herzogenaurach-Neunkirchen für die Stadt Erlangen ein Quantensprung darstellen. Und schon damals wurde unter seiner Regie der Gutachtenaussage ein Nachweis einer rentablen Strecke für den Beginn, den schwersten ersten Meter abverlangt, was dann beim verkürzten Grundnetz auch deutlich gelang.
Nun hat aber gerade der Quell-Ziel-Verkehr aus Neunkirchen nach Erlangen in der letzten fünf Jahren um nahezu 30 Prozent zugenommen, was ein sicheres Potenzial für die Bahn bedeutet – will man sie. So aber scheinen sich die politisch Verantwortlichen eher keine Mühe machen zu wollen, amüsieren sich und das Umland fordert Bürgermeister Siegfried Balleis nicht aus seinem Tiefschlaf. Region lasse dich nur nicht aufwecken und befinde am besten noch über einzusparende Gelder beim Bus-Verkehr. Dann bist du auf dem sicheren Abstellgleis.
Bernhard Birnfeld, Neunkirchen