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Fränkischer Tag - 06.12.2010
Vielleicht geht doch etwas
Nahverkehr Die BN-Ortsgruppe Neunkirchen am Brand wittert in Sachen Stadt-Umlandbahn neue Chancen für eine Realisierung.
Neunkirchen am Brand
- „Es ist schön zu lesen, dass eine Abfrage des FT, dargestellt im Bericht ’Die Umlandbahn lebt wieder auf’, eine verhaltene Positiv-Resonanz zu den Stadtbahn-Ideen im Erlanger Umland erbracht hat“. Das betont die Neunkirchener BN-Ortsgruppe in einer Pressemitteilung.

Damit sei das vom Bund Naturschutz in den 80er Jahren ins Leben gerufene Objekt, dessen Nutzen bereits sein prominenter Unterstützer Dietmar Hahlweg als verkehrstechnischen Quantensprung für Erlangen und sein Umfeld postulierte, bestätigt worden. Seinerzeit hatte ein Gutachten nach der standardisierten Bewertung für Verkehrswege-Investitionen des ÖPNV einem auf den Start der Bahn zugeschnittenen Netz eine Wirtschaftlichkeit mit einem Nutzen-Kostenfaktor von 1,48 bescheinigt.

Besonders erfreulich sei, so der BN weiter, dass auch heute wieder von Politikern aus Herzogenaurach bis Eschenau das T-Netz mit Anschluss an Nürnberg als zielführende Zukunftsvision gesehen und dabei die S-Bahn Nürnberg-Forchheim als nicht hinderlich eingestuft wird.

Zwar waren auch Meinungen zu lesen, wie „Es glaube nicht wirklich jemand daran“, dennoch zeigten sich Zukunftsorientierte optimistisch. Hinsichtlich eines Netzes mit Ost-Ast bis Neunkirchen hatte schon die damalige Studie grünes Licht für einen Finanzierungsantrag erbracht. Der jetzt durchklingende Optimismus zeige, welche visionären Interessen im angedachten Korridor erwartet werden, auch wenn der damalige Antrag unter der seinerzeit bevorzugten Mittellenkung in die Neuen Bundesländer nicht weiter betrieben wurde.

Was den Trassenteil angeht, der zum Erlanger Einzugsgebiet des Regierungsbezirks Oberfranken und damit des Landkreises Forchheim gehört, sieht der Bund Naturschutz Neunkirchen sehr wohl Verbindungen zu den dort vorgesehenen Umfahrungen von Dormitz und Neunkirchen.

Umgehungen entzögen Potenzial
Würde die direkte Umfahrung von Dormitz realisiert, entzöge sie der Bahn Verkehrspotenzial, was den Nutzen-Kosten-Faktor der Bahn unmittelbar mindern würde. Auch hätte so eine Umfahrung von Neunkirchen ähnliche Negativfolgen für den ÖPNV. Betroffen wären dabei nicht nur die Quell-Ziel-Verkehrsströme Neunkirchens in Richtung Forchheim, sondern auch die Durchgangsverkehre Forchheim-Eschenau.

Beide können, so der BN, ein auf die Bahn zuzuschneidendes, vertaktetes Bus-Zubringersystem künftig übernehmen, eine Umfahrungsstraße könne dies nicht leisten. Hinzu komme, dass eine solche Straße die Effizienz einer Taktbus-Perspektive schwächen und auf lange Sicht unwirtschaftlich machen würde.

Was allerdings das Freihalten einer Bahntrasse in den beiden Gebietskörperschaften betrifft, wollen die Planer beider Umfahrungen keine Notiz von der Zukunftsperspektive nehmen und bei kommunalen Projekten in Dormitz und Neunkirchen werde darauf auch keine Rücksicht genommen. Im Süden von Neunkirchen sitzt auf der Trasse ein Lärmschutzwall eines bis an die Verbindung Dormitz-Neunkirchen grenzenden, geplanten neuen Wohngebietes.

Ein anderer Bereich, der für eine angemessene P+R-Anlage ausreichend groß wäre, wird gerade vom Drive-in-Café besiedelt, während Dormitz in den Bereich einen neuen Einkaufsmarkt legt. Offensichtlich gibt es doch noch Spielraum für positiveres Denken zum alltäglichen praktischen Trassenfreihalten, meint der BN abschließend.