Sie befinden sich hier: Startseite > Aktuelles > Pressespiegel > Pressemeldung
Logo eDienste

Logo willkommen-in-neunkirchen.de
suchen

Termine

Aktuelle Meldungen

zuletzt geändert


Bild für Fusszeile Info

Erlanger Nachrichten - 17.12.2010
Leserbriefe: Ökologie kein Aspekt?

Zum Artikel „Den Plänen für die Stadt­ Umland-Bahn droht das Aus“ ( EN vom 4./5. Dezember):

Bei seinem Anfang der 80er Jahre gehaltenen Vortrag über den welt­weit gelobten öffentlichen Verkehr in Zürich nannte der damalige Referent auch den Schlüssel zum Gelingen: Es ist der Wille zum Erfolg, über den es bei allen maßgeblich Beteiligten einen Konsens geben muss! Wenn dieser Wille zum Erfolg gegeben ist, dann werden natürlich auftretende Pro­bleme nicht zum Anlass genommen, das Projekt einzustellen, sondern nach einer Lösung zu suchen, wie das Ziel dennoch erreicht werden kann.
Dass wir von diesem gemeinsamen Willen zum Erfolg meilenweit ent­fernt sind, ist in Erlangen wohl kaum zu übersehen. Aber wenn man sich das Bild der verkehrlichen Situation in den lokalen Medien anschaut, gibt es dafür auch gar keinen Bedarf: Wäh­rend in allen mir bekannten Städten die Menschen in erster Linie den moto­risierten Individualverkehr meinen, wenn sie Verkehrsbelastungen bekla­gen, und alle sich einig sind, dass öffentliche Verkehrsmittel eine ver­trägliche Alternative darstellen, ist Erlangen da anders! Diese selbster­nannte Umwelt-, Medizin-und-was­weiß- ich-noch-Hauptstadt schafft es in der Lokalpresse immer wieder, die eigentlichen Übeltäter aus der Schuss­linie zu nehmen, indem sie Busse (und Radler) an den Pranger stellt. Unter solchen Rahmenbedingungen sind umfassende Projekte wie eine Stadt-Umland-Bahn zum Scheitern verur­teilt.
Klaus Werner, Erlangen


Eine „standardisierte Bewertung” erweckt den Eindruck, dass ihre Krite­rien objektiv sind. Aber der Eindruck trügt. Je nachdem, ob man die Stu B will oder nicht, kann man manche Kri­terien so oder anders gestalten. Wenn man davon ausgeht, dass die Umstei­gerzahlen vom Pkw zur Stu B zu gering sind (trotz steigender Benzin­preise, einer älter werdenden Bevölke­rung und der positiven Erfahrungen in vergleichbaren Städten wie Würz­burg oder Erfurt) oder wenn man die umstrittene Südumgehung als „un­strittig” einstuft, dann mag man auf einen Kosten-Nutzenfaktor von 0,79 kommen. Aber diese Festlegungen sind hinterfragbar.
Was leider bei der „standardisier­ten Bewertung” offensichtlich völlig unberücksichtigt bleibt, ist der ökolo­gische Nutzen einer Stadtumland­bahn. Bundesumweltminister Röttgen will nach dem Weltklimagipfel in Mexiko den Treibhausgasausstoß bis 2030 um 30 Prozent senken. Wenn wir dieses Ziel im Raum Erlangen errei­chen wollen, brauchen wir keine Süd­umgehung, sondern die Stu B.
Gerhard Bock, Buckenhof