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Erlanger Nachrichten - 06.04.2011
Leserbrief: Einstufung als Chance für neues Verkehrskonzept sehen

Leserbriefe zur Westumgehung Neunkirchen (EN vom 25. März):

In Beurteilungen der aktuellen Einstufung der Westumfahrung Neunkirchen in 1Reserve wurde auf die Bürgerinitiative Modernes und umweltbewusstes Neunkirchen, MUNk, Bezug genommen. Wie Befürworter selbstverständlich ihre Interessen vertreten, vertritt die Bürgerinitiative MUNk die Interessen von über 1000 Bürgern, die mit Ihrer Unterschrift ihren Bedenken gegen die bestehenden Planungen Ausdruck verliehen haben. Die angeführte Verkehrsbelastung und Gefährdung wurde analysiert und mit Fakten unterlegt. Bei der Verkehrsbelastung wurde auf bereits bestehende Verkehrszählungen zurückgegriffen.
Die oft genannten 8900 Fahrzeuge, die Neunkirchen durchqueren sollen, erwies sich als ein Wert, der am Ortsausgang Richtung Dormitz gemessen wurde. Darin enthalten ist der Ziel-Quell-Verkehr Neunkirchens, der bei über 50 Prozent liegt. Weitaus weniger Fahrzeuge befahren die Forchheimer Straße (ca. 6000) und nochmals weniger die Friedhofstraße (3800). Im günstigsten Fall kann durch eine Umfahrung der Verkehr dort wegen des hohen Ziel-Quell-Verkehrs halbiert werden. Die Belastung durch Lkw über 7,5 t liegt bei 194 und ist damit deutlich geringer als bisher vermittelt. Die beklagten Gefährdungen beim Straßenzug Forchheimerbis Henkersteg-Straße sind ausschließlich bautechnisch bedingt und bestehen auch mit einer Westumfahrung weiter. Sie können nur durch konkrete, z.T. auch sehr einfache Maßnahmen behoben werden Im objektiven Vergleich mit Projekten, die ebenfalls schon viele Jahre erwartet werden, wurde durch ein unabhängiges Ingenieurbüro vom Freistaat eine Einstufung in 1R ermittelt. Dies kann als Chance gesehen werden. Neunkirchen kann nun anhand eines beispielhaften Verkehrskonzeptes seine Situation verbessern. Ein runder Tisch mit Interessierten und Beteiligten mit dem Ziel, konkrete Gefährdungsstellen abzubauen, Verkehrsbelastung generell zu minimieren und dabei den LKW-Verkehr weiter zu reduzieren sowie eine Straßensanierung mit spürbaren Verbesserungen (z.B. Schallsektor) für die Anwohner, wäre hier zukunftsweisend. Risiken und unwiderbringliche Veränderungen, wie durch die Westumfahrung ausgelöst werden (u.a. steigendes Hochwasserrisiko, Zerstörung landwirtschaftlicher Nutzflächen) könnten so auf ihre tatsächliche Notwendigkeit geprüft, sowie das Bedürfnis eines großen Teiles der Neunkirchener Bürger nach „autofreier“ Naherholung in intakter Natur berücksichtigt werden.
Bettina Wittmann, Neunkirchen
Vorstand Munk Modernes und umweltbewusstes Neunkirchen e. V.