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Fränkischer Tag - 08.09.2011
„Moralisch in der Zange“

Neunkirchen am Brand - Heinrich Kattenbeck, der Vorsitzende der Bund-Naturschutz-Kreisgruppe Forchheim, protestiert gegen die Äußerungen von Heinz Richter (FW). Der Bürgermeister der Gemeinde Neunkirchen am Brand hatte davon gesprochen, dass der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) „moralisch verpflichtet“ sei, die Westumfahrung Neunkirchen „nachträglich in die erste Dringlichkeit hochzustufen“. Der Ministerrat habe dies in seiner Sitzung vom 14. September so zu beschließen, meint Richter, weil Schulkinder gefährdet würden und „nun auch Senioren auf dem Gang zum Friedhof“.

Kattenbeck widerspricht: „Mit diesen Argumenten sollen Andersdenkende moralisch in die Zange genommen werden, damit sie endlich schweigen.“ Und so präsentiere sich auch der Markt nach außen: „Alteingesessene Mehrheiten aus Parteien, die seit Jahrzehnten weder in Lage sind, nachhaltig zu denken, noch eine wirkliche Notwendigkeit anzuführen, behaupten einfach, die Westumfahrung muss es geben, weil das Verlangen danach schon immer da war.“ Kattenbeck wirft den Befürwortern vor, an Argumenten der Gefährdung „klammernd zu verharren“ und dabei „nicht einmal die bevorstehende Verkehrsentwicklung anhand der demographischen Entwicklung real richtig einschätzen zu wollen“. Man setze blind auf Externgutachten und ignoriere das Nein von über 1000 Unterschriften, davon weit über 800 aus Neunkirchen.

Der Wunsch nach der Westumfahrung in Neunkirchen sei eine jener Traditionen, die man getrost in die Mottenkiste legen könne, findet auch der Vorsitzende der Neunkirchner Grünen, Holger Kotouc. Nur weil sie vor fast 30 Jahren irgendwo auf den Karten eingezeichnet war, müsse sie jetzt nicht immer noch gebaut werden. Einen anderen Grund dafür gebe es nicht, denn offizielle Zahlen bestätigten, dass die Verkehrszahlen ebenso wie die Bevölkerungsentwicklung rückläufig seien.

Die gesamte demographische Entwicklung orientiere sich hin zur Stadt, weg vom Land, so dass auch eine breite Straße nach Oberfranken lediglich mehr Schwerlastverkehr, jedoch kein „Entwicklungspotenzial des Raumes“ mit sich bringe. Dies erkläre vielleicht auch, „warum ein Vorhaben, hinter dem 17 von 20 Gemeinderäten und alle Bürgermeister der Nachbarkommunen“ stünden, „nicht schneller vorankommt". ft