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Erlanger Nachrichten - 20.01.2012
Gemeinderat hinterlässt einige Hängepartien

Kein ständiges Nicken im Neunkirchener Rathausgremium — Die Jugendpflegerin nahm ihren Abschied
NEUNKIRCHEN
— Der Gemeinderat hat nach der ersten Sitzung des neuen Jahres einige Hängepartien hinterlassen. Betroffen davon sind die Bücherei, die Jugendarbeit und die Erschließung des Neubaugebiets „Galgenanger“ westlich der Forchheimer Straße.
Bei der Bücherei geht es um einen jahrelangen Finanz- und Vertragskonflikt zwischen den gemeinsamen Betreibern, der Marktgemeinde und der katholischen Pfarrei, genauer gesagt zwischen der Kommune und übergeordneten kirchlichen Einrichtungen der Erzdiözese. Die örtliche Kirchenstiftung wollte eines der Darlehen, das die Marktgemeinde für den 2001 erfolgten Bücherei-Neubau aufgenommen hatte, ablösen. Vom Bamberger Domberg erfolgte dagegen ein Veto.
Dem Gemeinderat lag ein Beschlussvorschlag mit einer Vergleichsempfehlung vor, der den Verzicht auf die zugesagte sechsstellige Summe beinhaltete. Eine breite Mehrheit weigerte sich, dies ad hoc abzusegnen (weiterer
Bericht folgt).
Wenig glücklich war vor allem die SPD-Fraktion über die drohende Vakanz bei der Jugendpflegerstelle. Die bisherige Amtsinhaberin Eva Tröster hat wegen beruflicher Veränderung vorzeitig ihren bis 30. Juni 2012 laufenden Zweijahresvertrag gekündigt.
Durch Freizeitprogramme auch in den Oster-, Pfingst- und Herbstferien, zusätzliche Themen- und Jugendtreff- Angebote, ein gemeinsames Zeltlager von behinderten und nicht behinderten Kindern und die Kooperation mit Nachbargemeinden hat die scheidende Jugendpflegerin Akzente gesetzt. Der Gemeinderat erkannte dies auch an. SPD-Fraktionschef Andreas Pfister forderte die Beibehaltung der Stelle und deren baldige Wiederbesetzung.
Gelöst werden muss auch noch die Standortfrage für das Regenrückhaltebecken im Neubaugebiet „Galgenanger“.
Nachdem die Orts- und Kreisgruppe des Bund Naturschutz sich um den Lebensraum des Dunklen Wiesenknopf- Ameisen-Bläulings, eines Tagfalters, sorgt, wird der vorgesehene Standort des Beckens gegen zwei weitere abgewogen.

Besuch vom Innenminister
Bürgermeister Heinz Richter informierte zudem über eine Neuigkeit zum Thema Westumgehung von Neunkirchen. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (Erlangen) habe sich im Beisein des Straßenbauamts Mitte Januar vor Ort über das Verkehrsproblem informiert. Bei Übernahme von 20 Prozent der zirka 85000 Euro Planungskosten durch die Kommune könne ein Planfeststellungsverfahren stattfinden, so der Gemeindechef.
In der ersten Gemeinderatssitzung 2012 wurde zudem die Errichtung einer Urnenwand und die Aufstellung einer Stele für Baumbestattungen auf dem Großenbucher Friedhof zugesagt.
Auch ein neuer Gemeinderat wirkte an dem Beschluss mit: Armin Spatz rückt für die langjährige Kommunalpolitikerin Monika Bedernik ins Rathausgremium und in die sechsköpfige CSU-Fraktion nach. Er wurde zu Sitzungsbeginn vereidigt.
HEINZ GÖPFERT
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