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Fränkischer Tag - 05.07.2012
Musikanten mit Pfiff

Unterhaltung Die Blaskapelle bereichert den Abend mit flotten Melodien. Der Verein entstand vor 27 Jahren buchstäblich aus dem Nichts.


Rudi Mehl trommelte einst zwölf Leute zusammen und begründete so die Blaskapelle.


Malin von Studnitz musiziert gerne: „Meine Mama hat mich einfach angemeldet, aber ich habe Spaß daran.“


Mit volkstümlicher Musik lockerte die Ebersbacher Blaskapelle den Abend auf.


Ebersbach - Schiefe Töne? Falsche Klänge? Nichts davon ist zu hören bei der Blaskapelle Ebersbach. Nicht bei der FT-Veranstaltung am Dienstag, die sie musikalisch umrahmte, und erst recht nicht beim Jahreshöhepunkt, dem Weihnachtskonzert. Und das ist erstaunlich, schließlich entstand die Gruppe im Jahr 1985 aus zwölf Menschen, von denen keiner ein Instrument spielen konnte. Der damalige Initiator Rudi Mehl erzählt: „Beim Maibaumaustanzen haben uns damals die Neunkirchener Musikanten im Stich gelassen, da haben wir aus Blödsinn gesagt: Wir gründen eine eigene Kapelle.“ Neben Mehl sorgte ein Rumäniendeutscher dafür, dass aus der Schnapsidee letztlich Realität werden konnte: Franz Feil. Dieser spielte bei der Kerwa auf dem Akkordeon und erklärte sich bereit, den Ebersbachern das Spielen auf Tenorhorn, Klarinette und Trompete beizubringen. „Er hat damals einfach gesagt: Du spielst das und Du spielst das“, berichtet Mehl. Das Experiment gelang, die Ebersbacher lernten das Musizieren im großen Verbund. Mit einem Lachen denkt Wilhelm Schmitt an Feil zurück: „Das war ein lustiger Musikant, der seine eigenen Noten schrieb und nur danach spielen wollte.“ Die Umstellung auf „normale Noten“ sei dann später entsprechend schwierig gewesen.

Der Jugend gefällt’s auch
Heute zählt die Blaskapelle 45 aktive Musiker und insgesamt 220 Mitglieder, fast so viel wie es Einwohner im Dorf gibt. Unterrichtet werden sie unter anderem von zwei ausgebildeten Musiklehrern, die in Ebersbach wohnen: Ralf und Helma Weippert. Die musikalische Leiterin Simone Wiesheckel versucht vor allem „die jungen Leute bei der Stange zu halten“. Mit Erfolg wie beim Auftritt am Dienstag an der ersten Reihe zu sehen ist, in der nur Teenager sitzen. „In der Blaskapelle zu spielen, ist einfach schöner als alleine zu proben“, sagt etwa Querflötistin Malin von Studnitz.

Rosa Simmerlein
Wirtin der „Blauen Traube“


Rosa Simmerlein


„Vor 50 Jahren haben wir mit dem Wirtshaus angefangen. Ich habe mich da nei’gearbeitet. Das Kochen hat mir schon immer Spaß gemacht, deshalb hat das gut gepasst. Jetzt bin ich wirklich sehr zufrieden. Bis auf Montag haben wir jeden Tag offen. Wir bieten vor allem fränkisches Essen an wie Bohnenkern und Klöß oder super Reh direkt vom Jäger. Das wollen die Leute. Und wir machen eine bomben Kerwa. Das muss man gesehen haben. Da tanzt sogar der Bürgermeister wie der Lump am Stecken.“ mm

Fritz Wiesheckel
Ebersbacher Landwirt


Fritz Wiesheckel


„Ich produziere vor allem Erdbeeren und Kirschen, In der Landwirtschaft fehlt uns leider der Nachwuchs. Das Problem ist die Nähe zu Erlangen: Die guten Ausbildungsmöglichkeiten ziehen die jungen Leute weg. Wenn ich heute meinen Rundgang auf den Feldern mache, bin ich einsam und allein. Früher habe ich da immer Leute getroffen. Damals war Landwirtschaft selbstverständlich, heute sind wir Exoten. Dabei ist Landwirt einer der schönsten Berufe, schließlich stellen wir das Essen für die Menschen her. Da ärgert es mich, dass heute alles billig sein muss. Bei Lebensmitteln funktioniert das nicht.“ mm

Stefan Böhm
Clubfreunde Ebersbach


Stefan Böhm


„Als ich in Ebersbach gebaut und Unterstützung vom ’Integrationsbeauftragten’ Jürgen Braun bekommen habe, ist uns aufgefallen, dass es hier keinen Fanclub vom 1. FC Nürnberg gibt. Zum 111. Jubiläum haben wir uns dann am 1. 11. 2011 gegründet. Wir sind der jüngste Ebersbacher Verein, haben derzeit 31 Mitglieder, darunter auch einige Freunde aus Neunkirchen. Unser jüngstes Mitglied ist die Marie mit sechs Jahren, das älteste Peter Wagner mit 60. Wir sind also ein Generationen übergreifender Verein – die Legende lebt weiter!“ mm

Blick ins Gästebuch der Veranstaltung


Das Gästebuch wurde am Dienstagabend eifrig studiert.


Danke für den gelungenen Abend und die Möglichkeit für uns Ebersbacher, uns und unser Dorf zu präsentieren. Herr Hofbauer hat schön und abwechslungsreich moderiert. Die Fragen waren auf dem Punkt gebracht. Wäre schön, das ganze Team im August zur Kerwa wieder zu sehen!
Simone Wiesheckel

Für die tolle Aktion bei uns in Ebersbach möchte ich mich herzlich bedanken, da ich weiß, dass solche Abende unsere Dorfgemeinschaft noch mehr zusammenschweißen und ein Miteinander fördern.
Wilhelm Schmitt

Die gekonnte Moderation von Herrn Hofbauer entlockte der Bevölkerung einige interne Geheimnisse und trug zum Gelingen des interessanten Abends bei.

Heinz Richter

Es war für viele Ebersbacher sehr informativ, denn was die einzelnen Befragten sagten, wussten doch nicht alle. So wie Herr Hofbauer die Veranstaltung moderierte, war hervorragend. Er verstand es, die Befragten aus der Reserve zu locken.

Alois Albert
Das war ein sehr schöner Abend, was vor allem daran liegt, dass wir Clubfreunde auch Widerstände spüren, aber auch erleben, dass sich viele Bürger aus Ebelsbach freuen, dass wir uns gegründet haben.
Stefan Böhm

Der FT ganz nahe bei seinen Lesern. Weiter so!
FW

Mehr Bilder von der Veranstaltung in Ebersbach finden Sie im Internet auf www.infranken.de

VON UNSEREM REDAKTIONSMITGLIED
Michael Memmel