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Fränkischer Tag - 10.07.2012
Lange ersehnt, jetzt gesegnet

Einweihung Endlich können die 240 Ebersbacher Bürger ihr Vereinsleben unter einem gemeinsamen Dach gestalten.


Kaplan Cyriac Chittukalam segnet das neue Haus. Fotos: fra-press


In diesem Haus finden nun alle Vereine von Ebersbach Platz.


Ebersbach - Mit einem zweitägigen Fest begingen die 240 Ebersbacher Bürger die Fertigstellung ihres neuen Gemeinschaftshauses. Seit Jahrzehnten war es herbeigesehnt worden. Das Haus wurde mit einer großen Energieleistung der Dorfgemeinschaft und mit finanzieller Hilfe des Marktes endlich verwirklicht.

Schon seit den 1950er Jahren hatte sich die örtliche Blaskapelle für ihre Proben mit dem Trachtengruppe, dem Burschenverein das kleine Häuschen in der Dorfmitte, das zudem noch der Feuerwehr als Gerätehaus diente, teilen müssen. Besonders in den Wintermonaten stets glich das einem Abenteuer.
Nachdem die anfänglichen Versuche gescheitert waren, ein tragfähiges und vor allem finanzierbares Projekt auf die Beine zu stellen, waren es schließlich zwei Glücksfälle, die eine Realisierung möglich machten.

Zum einen bekam Neunkirchen im Jahre 2008 einen Bürgermeister, der nicht davor zurückscheute, zusammen mit seinem Marktgemeinderat das „Dorfgemeinschaftshaus Ebersbach“ in Angriff zu nehmen, zum andern setzten sich mit dem Landwirt und Marktrat Wilhelm Schmitt und dem Vorsitzenden der Dorfgemeinschaft, Alois Albert, gleich zwei Männer vehement für den Bau ein – und zogen den ganzen Ort mit.

Wie Bürgermeister Heinz Richter (FW) in seiner Festansprache zugab, hatte auch er anfangs so seine Zweifel, wie bei einem Dorf mit 240 Einwohnern unglaubliche 14 782 freiwillige Arbeitsstunden für die Maßnahme angekündigt werden konnten. „Aber schon mit dem ersten Spatenstich vor fast genau zwei Jahren wurde es zur Gewissheit, dass die fleißigen Ebersbacher sich mächtig in Zeug legten, so dass schon vier Monate später das Richtfest auf dem Rohbau gefeiert werden konnte“.

13500 eigene Arbeitsstunden
So konnte ein Gebäude im Gesamtwert von 683 625 Euro entstehen, dessen Zuschüsse sich gerade einmal auf 158 458 Euro beliefen und der Anteil der Marktgemeinde für Grunderwerb, Erschließung und Materialkosten gerade einmal 290 915 Euro ausmachte. Da kommt dann auch die Dorfgemeinschaft ins Spiel, die mit 13 500 Arbeitsstunden eine Eigenleistung im Wert von 234 252 Euro erbrachte.

Daher wurden an dem Ehrentag auch die Mitglieder der Dorfgemeinschaft für ihren großartigen Einsatz ausgezeichnet. Etwa Anni Albert, die seit 43 Jahren mit dem Vorsitzenden der Dorfgemeinschaft und Neunkirchner Pfarrgemeinderat Alois Albert verheiratet ist und für die es ganz selbstverständlich war, während der ziemlich genau zweijährigen Bauzeit zusammen mit den anderen Dorffrauen die Männer auf der Baustelle jeden Tag mit Kaffee und Kuchen zu versorgen.

Da wurden immerhin 235 Kuchen und Torten sowie 564 Kannen Kaffee und Tee bereitgestellt, so die sympathische gute Fee des Dorfes: „Wobei ich besonders gerne die 20 Sahnerollen, 20 Apfelkuchen und 22 Zwetschgenkuchen beisteuerte. Am Abend holten wir dann das schmutzige Geschirr von der Baustelle wieder ab, um es in der Nacht abzuspülen und für den nächsten Tag wieder vorzubereiten.“

Mit ihr wurden aber auch ihr Mann Alois Albert, Willi Schmitt und Hans Wagner besonders ausgezeichnet, die jeder für sich über 1000 Arbeitsstunden in dieser Zeit für den Gemeinschaftsbau investierten. Weiterhin wurden Peter Müller, Jürgen Braun, Christian Schmitt, Thomas Henneberger, Alfred und Florian Minderlein, Werner Wagner, Daniel und Erich Wimmelbacher für ihren unermüdlichen Arbeitsdienst, und das auch noch unentgeltlich, unter dem Beifall der Festgäste besonders belobigt, die zu den 55 Bauhelfern gehörten und alleine schon für 10 120 Arbeitsstunden stehen.

Aber auch die örtliche Feuerwehr kam an diesem Ehrungsabend als Mitbenutzer des Gebäudes zu ihrem Recht. So konnte Landrat Reinhardt Glauber zusammen mit seinem Kreisbrandinspektor Markus Wolf und dem Kreisbrandmeister Bertholdt Burkhard Feuerwehrkameraden für langjährigen aktiven Dienst mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Innenministers Joachim Herrmann auszeichnen.

Da durften sich Stefan Albert, Thomas Henneberger, Reiner Mehl und Markus Müller für 25 Jahre die silberne Version an die Brust stecken lassen; für 40 Jahre aktiven Dienst erhielten Alfred Minderlein, Peter Müller, Peter Wagner, Fritz Wieseckel und Karl Zöllner das Feuerwehrkreuz in Gold.

Der Sonntag gehörte dann ganz der hohen Geistlichkeit und den Ehrengästen, unter ihnen der Landtagsabgeordnete Eduard Nöth (CSU) und Kreisbrandrat Reinhardt Polster. Kaplan Cyriac Chittukalam und sein evangelischer Amtskollege Axel Bertholdt gestalteten den Gottesdienst und segneten die neuen Räume.

VON UNSEREM MITARBEITER Karl-Heinz Frank