Sie befinden sich hier: Startseite > Aktuelles > Pressespiegel > Pressemeldung
Logo eDienste

Logo willkommen-in-neunkirchen.de
suchen

Termine

zuletzt geändert


Bild für Fusszeile Info

Erlanger Nachrichten - 28.11.2012
Ebersbach fehlt in Wanderbroschüre

Wo drückt der Schuh? — Bei Bürgerversammlung kamen vielerlei Themen zur Sprache
Nicht die beiden großen Themen „Windkraft“ und „Westumgehung“ beherrschten die diesjährige Bürgerversammlung in Ebersbach. Stattdessen rückten rein lokale Probleme in den Mittelpunkt des Interesses.
EBERSBACH — Wer gedacht hatte, bei der diesjährigen Bürgerversammlung würden die beiden großen Themen „Windkraft“ und „Westumgehung“ mit ihren möglichen Auswirkungen auf die Ebersbacher Bevölkerung im Mittelpunkt des Geschehens stehen, sah sich im Gemeinschaftshaus des Neunkirchner Ortsteiles schnell eines Besseren belehrt.
Stattdessen beschäftigten ganz andere Dinge die Versammelten. So zum Beispiel der Umstand, dass der Ort Ebersbach in der neuen Wanderbroschüre „Kulturerlebnis Fränkische Schweiz“ nicht erwähnt wird und auch keine Wanderroute durch das Dorf führt. Trotzdem freute sich Bürgermeister Heinz Richter (FWG) darüber, dass immerhin Neunkirchen in der Broschüre Berücksichtigung fand.
Der neue Ortsheimatpfleger Friedrich Ritter versprach, beim Landratsamt darauf zu dringen, dass man Ebersbach in einer möglichen zweiten Auflage berücksichtigt.
Alois Albert wiederum monierte als Vorsitzender das Fehlen der Ebersbacher Dorfgemeinschaft (EDG) in der Vereinsliste der neuen Marktbroschüre, obwohl man bereits seit 2010 ein eingetragener Verein sei.
Außerdem wollte er vom Marktoberhaupt wissen, ob das jetzt nur provisorisch verstellte Ortsschild an der Gemeindeverbindungsstraße im Bereich des neuen Gemeinschaftshauses dort verbleiben kann oder wieder verrückt werden soll. Hierzu sagte Richter eine Prüfung des Standortes zu.
Mit Wilhelm Schmitt, Gd G-Marktrat und Ebersbacher Aktivposten, machte schließlich einer der Organisatoren beim Bau des neuen Gemeinschaftshauses darauf aufmerksam, dass man den Gehweg in Richtung Gemeinschaftshaus zumindest bis zum vorderen Eingangsbereich verlängern müsse. Bei den Kanalbauarbeiten seien die Voraussetzungen dafür bereits geschaffen worden, so dass nun lediglich noch der Schotter entfernt und die Randsteine gesetzt werden müssten. Außerdem müssten noch die nötigen Haushaltsmittel im kommenden Jahr eingestellt werden.
Bei der Kreuzung Erleinhof/Ebersbach wird es dagegen vorerst keine Entschärfung geben. Nach dem Rückschnitt der Hecke und einer Ortsbesichtigung durch die Polizeiinspektion Forchheim wurde die Notwendigkeit eines Verkehrsspiegels verneint. Man müsse sich eben langsam vortasten, betonte Bürgermeister Heinz Richter.

Unzählige tiefe Löcher
Auch der Zustand der GVS von Ebersbach nach Marloffstein, für den im Finanzplan 150000 Euro eingestellt seien, wurde an diesem Abend angesprochen. Die Bürger des Weilers Wellucken und auch die Radler hätten einen Anspruch darauf, eine intakte Straße benutzen zu können und nicht durch unzählige tiefe Löcher gefährdet zu werden, kritisierte Schmitt. Richter will nun von der Verwaltung zunächst die Möglichkeit einer Bezuschussung prüfen lassen.
Nachdem ein Zuhörer das Abstimmungsergebnis im Marktgemeinderat gegen eine zeitnahe Realisierung der Westumgehung noch einmal begrüßt und sich von Bürgermeister Richter hatte bestätigen lassen, dass man derzeit seitens der Gemeinde keinen weiteren Sonderweg begehen wolle, wollte ein anderer Bürger wissen, ob man denn nun den Anwohnern der Friedhofstraße, über die jetzt wohl auch weiterhin der Fernverkehr durch Neunkirchen fließen werde, in irgendeiner Art und Weise helfen werde. Dies verwies Richter in den Zuständigkeitsbereich des Freistaates.
Ein anderer Zuhörer sprach die oft mangelnde Sicherheit der Schulkinder im Bereich der Forchheimer und Friedhofstraße an. Dies treffe insbesondere auf die Kinder aus dem Neubaugebiet „Galgenanger“ zu. Richter hielt entgegen, dass diese den sichereren Fußweg durch den Birnengarten über die Langfeldstraße bis zur Friedhofstraße für ihren täglichen Schulweg nutzen könnten.
Bereits zu Beginn der Ortsteilveranstaltung hatte Bürgermeister Richter kurz die Eckdaten des Haushaltes 2012 genannt, die aus einem Verwaltungshaushalt von 12,5 Millionen Euro, einem Vermögensetat von 7,9 Millionen Euro sowie einer Zuführung zum Vermögenshaushalt von 649000 Euro bestehen.
Dabei wird eine Verringerung der Gesamtverschuldung von 6,6 Millionen Euro auf 4,9 Millionen Euro vorgesehen. Und dies, obwohl man alleine in den ersten Bauabschnitt der Freibadsanierung mit der neuen Wasseraufbereitung 605000 Euro und in den Bau des Ebersbacher Dorfgemeinschaftshauses 321 000 Euro investierte.
Richter dankte noch einmal den Ebersbacher Bürgern für ihren Einsatz beim Bau dieses Hauses, das nach zweijähriger Bauzeit im Juli mit einem großen Dorffest eingeweiht werden konnte. Sie brachten dafür immerhin 12 931 freiwillige Arbeitsstunden auf und ersparten der Gemeinde auf diese Weise Kosten von 256752 Euro an Kosten. fra