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Fränkischer Tag - 12.03.2013
Verlierer gibt es nicht

Kickerturnier Wunde Finger für den guten Zweck: In Gräfenberg „tanzen“ die Gipsfußballer an etlichen Tischen. Der Sieg geht an ein Duo aus Thuisbrunn, aber eigentlich sind alle Gewinner.


Spannung im Endspiel: Das Team „Faulenzer hinter Mailand“ mit Elias Schuler und Julian Roppelt (l.) musste sich Sebastian Wirth und Ulli Drummer vom Team „Lucky Loser“ (r.) geschlagen geben. Foto: Petra Malbrich


Gräfenberg - Ein gleichmäßiges „Klack, Klack“, hallt aus allen Richtungen, dazwischen Stimmengemurmel. „Wechseln“, spricht Christian Schönfelder ins Mikrophon. Der Jugendpfleger für Gräfenberg und Weißenohe moderiert das 7. Kickerturnier „Challenge“. Und eine Herausforderung ist diese Veranstaltung des Kreisjugendrings (KJR) für alle 27 Teams auf jeden Fall. Markus (13) und Sebastian (15), die sich „Seekus Neunkirchen“ nennen, waren im vergangenen Jahr schon dabei. Ihre Gegner bei dieser Kickerrunde sind die „Oberehrabocha Kerwaburschen“. Sie möchten den Hauptpreis gewinnen, die 500 Euro, die dem Siegerteam winken, und dieses Geld dann dem Kindergarten in Leutenbach überreichen. „Jedes Team vertritt seinen Verein oder eine soziale Einrichtung“, erklärt Kreisjugendpfleger Christian Kohlert vom KJR. Neben dem Spaß ist es vor allem der gute Zweck, der im Mittelpunkt steht.
Ein Erwachsener darf im Team dabei sein. Seit Jahren zieht der KJR mit dieser Kickeraktion sozusagen durch den Landkreis, mit unterschiedlichen Kooperationspartnern, ob Jugendtreff, Schule oder Vereine. Jährlich wechselt daher der Veranstaltungsort, je nachdem, wer sich als Ausrichter bewirbt. Die acht Kicker, die in der Realschulturnhalle aufgebaut sind, stellten wieder die Behindertenwerkstatt „Barmherzigen Brüder“ aus Krensdorf zur Verfügung. Sie haben die Kicker sogar selbst gebaut. Der Schlusspfiff ertönt. Die Spielerinnen und Spieler machen Platz für die nächsten Teams.


Comeback nach 30 Jahren

Klaus Steinhübl lacht, Kickern ist doch nicht so einfach, wenn man schon lange nicht mehr gespielt hat. „Vor etwa 30 Jahren, in meiner Jugend“, fügt er hinzu. Für welches Team er spiele? „Das Team Green natürlich“, antwortet der Jugendkontaktbeamte der Polizei Ebermannstadt. „Eines der Ziele dieser Veranstaltung ist, auch mit den Jugendlichen in Kontakt zu kommen“, erklärt Christian Kohlert. Auch in anderen Orten gingen deshalb beispielsweise auch Bürgermeister mit an den Start. Manche Teilnehmer holen sich in den spielfreien Minuten Essen und Trinken, das die Schülerfirma der Mittelschule Gräfenberg vorbereitet hat, andere unterhalten sich mit Monika Schork und Rebecca Eickels vom KJR oder drücken den anderen Teams die Daumen.

Verlierer gibt es nicht

Diese gaben sich teils originelle Namen wie Dick und Doof, Beauty Beast, die Optimisten, Faulenzer hinter Mailand oder Lucky Loser. Die Zeit verfliegt im Nu. Zwei mal vier Minuten oder zehn Tore sind für ein Spiel angesetzt. Wer ausgeschieden ist, bleibt noch ein wenig in der Halle. Verlierer gibt es keine, denn jeder erhält einen Trostpreis, beispielsweise einen Schlüsselanhänger. Die meisten Teilnehmer sind dann aber schon zu Hause, als sich Julian Roppelt und Elias Schuler als „Faulenzer hinter Mailand“ für den Jugendtreff Eggolsheim an den Kickertisch Nummer 8 stellen und sich gegen das Team „Lucky Loser“, Ulli Drummer und Sebastian Wirth, für den FC Thuisbrunn positionieren.
„Klack, Klack“, hallt es, als die Gipsfußballspieler den Ball treffen und diesen ins Tor hämmern. Es steht 7:7, als Christian Schönfelder „Wechseln“ sagt. Dafür braucht er kein Mikrophon mehr.

Alle stehen um den Kickertisch und fiebern mit. „Das ist wirklich spannend“, murmelt der Jugendpfleger, als das 10. Tor noch vor dem Schlusspfiff erzielt wurde. Die glücklichen Sieger sind die „Lucky Loser“, die von Dieter Ledig von der Raiba Gräfenberg-Forchheim den 500-Euro-Scheck entgegen nehmen können. Die Zweitplatzierten erhalten noch 100 Euro, wie alle Preise gestiftet von der Raiba Gräfenberg-Forchheim. Zusätzlich dürfen die Spieler der drei Siegerteams einen Mini-Kicker mit nach Hause nehmen. Zum Üben. Doch das taten Ulli Drummer und Sebastian Wirth ohnehin die vergangenen vier Wochenenden.

„Leider hat es nicht geklappt“, meinen die „Oberehrabocha Kerwaburschen“, die immerhin Platz 3 erreichen – und für ihre Einrichtung noch ein paar Fußbälle unter den Arm packen.

VON UNSEREM MITARBEITER Petra Malbrich