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Fränkischer Tag - 11.02.2014
Die Nummer, die Leben retten kann
Aktion Heute begeht Europa seinen gemeinsamen Notruftag. Die jungen Feuerwehrler aus Neunkirchen helfen mit, die 112 ins Bewusstsein der Menschen zu bringen.



Kreis Forchheim - Am 11. Februar wird nicht nur der Florianstag gefeiert, an dem man des Schutzpatrons der Feuerwehren gedenkt. Heute ist zudem auch europäischer Notruf-Tag. Das Datum ist mit Bedacht gewählt. 11.2. – das kann helfen, sich die seit einiger Zeit europaweit geltende Notrufnummer 112 leichter einzuprägen.

Als erste Jugendfeuerwehr Deutschlands nimmt daran die Neunkirchner Jugend an diesem Aktionstag teil und stellt damit die Dringlichkeit eines einheitlichen Notrufs in den Fokus. Nicht selten hören die Feuerwehrleute, wenn sie nach dem Alarm am Einsatzort angelangt sind, ein seufzendes „Das hat aber gedauert“.

Christian von Rhein ist Jugendwart der Neunkirchner Wehr und weiß, was in solchen Momenten in den Menschen vorgeht. „In solchen Situationen kommen einem Minuten wie Stunden vor.“ Zusätzliche Zeit gehe auch dann verloren, wenn die entsprechende Nummer nicht präsent und erst mühsam in Erfahrung gebracht werden muss.


Christian von Rhein, Jugendwart

„Viele denken noch immer, dass die 19222 mit der Vorwahl des Ortes die normale Notrufnummer ist. Aber das ist sie nicht mehr und das möchten wir mit unserer Teilnahme an der Aktion der Bevölkerung auch bewusst machen“, sagt von Rhein.

Er sieht in der einheitlichen Nummer große Vorteile, gerade auch weil die Vorwahl entfällt.

Nur 17 Prozent
„Wenn man in einem anderen EU-Land in Urlaub war und ein Notfall geschah, wussten die Menschen oft nicht, welche Vorwahl dort gilt. Mit der europaweit geltenden 112 ist das einheitlich geregelt“, nennt von Rhein einen weiteren großen Vorteil. Ohne diesen einheitlichen Notruf müssten die Bürger bei einer Reise durch die EU- Staaten ja ungezählte nationale Notrufnummern kennen“, sagt Rheins Stellvertreter Christian Kawala.

Aber wie schafft man es, die breite Mehrheit der Bevölkerung auf diese wichtige Änderung aufmerksam zu machen? Mit Aufklebern, die das blau-gelbe Notruf 112 europaweite Logo zeigen. Eine EU-Studie hat gezeigt, dass nur 17 Prozent der Deutschen wissen, dass die Nummer 112 europaweit als Notrufnummer gilt. Deutschland belegt damit den viertletzten Platz.

Künftig werden die „112“-Aufkleber auf Neunkirchner Feuerwehrautos kleben. Christian von Rhein weiß aus der Praxis, wie wichtig ein richtig getätigter Notruf ist. Deshalb üben er und seine Jugendfeuerwehrler schon lange auf speziellen Veranstaltungen alles rund um den Notruf.

Der Notruf sei ein Thema, das man im Schlaf beherrschen müsse. „Wer einen Notruf einbringt, muss ruhig bleiben. Er muss wissen, dass er die fünf W-Fragen beantworten muss. Also wer ruft an, wo ist es passiert, was ist passiert, wann und wie viele Verletzte gibt?“

Mit seinen jugendlichen Feuerwehrlern geht er an dieses Thema möglichst spielerisch ran. Das Wissen rund um den Notruf wird beispielsweise in einem Fragespiel getestet. Die Jugendlichen üben auch den richtigen Notruf und wie man ihn entgegennimmt.

Denn eines ist klar: „Ein falscher Notruf verzögert die Hilfe“, sagt Rhein. Denn je länger die Feuerwehren oder die Rettungsleute zum Einsatzort brauchen, desto schlechter entwickle sich häufig der Zustand von Opfern und Patienten.



Eine Pizza vom Bürgermeister
Das möchte Rhein und seine Neunkirchner Feuerwehrjugend vermeiden, weshalb sie als erste Jugendwehr die Aktion unterstützen. Auch Nils Bunjes, Studienleiter von der Informationsagentur Europe Direct, hebt das vorbildliche Engagement der Neunkirchner Feuerwehr in einer Pressemitteilung hervor: „Die Jugendfeuerwehr Neunkirchen am Brand ist bundesweit die erste Jugendfeuerwehr, die den Bürgern die europaweite Gültigkeit des Notrufs 112 ins Bewusstsein bringt.“

Einen Unterstützer und Befürworter hat die Neunkirchner Jugendwehr auch in Bürgermeister Heinz Richter (FWG). Er überreichte nicht nur die Aufkleber, die das Engagement sichtbar machen, sondern spendierte auch eine Pizza. Als Dank für den Dienst und die Arbeit der Jugendlichen und der Jugendwarte.