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Fränkischer Tag - 05.03.2015
Die Engel sind los
Kunst

Das Wallfahrtsmuseum in Gößweinstein widmet sich in einer Sonderausstellung

den spirituellen Wesen. Die Ausstellung läuft noch bis Anfang Mai.
Gößweinstein - Seit dem 28. Februar schnuppern die Besucher des Wallfahrtsmuseum Gößweinstein (WMG) Frühlingsluft. Die Lichtbringer-Engel von Chagall erhalten Unterstützung vom Lichtfänger „Glas“, vertreten durch die Kunstobjekte von Heidrun Krec (Stegaurach). Der lachende Winter-Engel aus Eisenguss von Adelbert Heil (Bamberg) erhält Besuch von seinem Sommer-Zwilling aus Wachs.

Der Engelmantel von Ariana Keßler (Eichstädt/Bamberg) lässt die Besucher schon die Apfelblüte ahnen. Seit November haben uns die Kunststelen von Bali Tollak an vier Orten in der Fränkischen Schweiz auf die Spuren von Engeln und Seelen gebracht.

Chagall und Kandinsky
In Ermreuth, Muggendorf und Gößweinstein zeigt das Evangelische Bildungswerk Bali Tollaks Seelenbretter, im Wallfahrtsmuseum sind ihre aufwendiger gestalteten Engelbretter zu sehen.

Auf ihnen realisierte die Künstlerin aus Schwabbruck farbkräftig und wirkungsstark eigene Bildideen sowie Motive von Marc Chagall, Gabriele Münter, Wassily Kandinsky, Joan Miró, Alexej von Jawlensky und Niki de Saint Phalle, berühmte Namen der klassischen und neueren modernen Malerei, verbunden mit neuen und jahrhundertealten, aber zeitlosen Sinnsprüchen und Gedanken zum Thema Engel. Unter einem abstrahierenden, expressionistischen Landschaftsmotiv von Kandinsky steht noch ein Zitat aus dem Buch Henoch: „Alles hat seine Engel: Zeiten und Jahre. Flüsse und Meere. Früchte und Gras. Schnee und Wolken. Die Sterne.“

Spürbar und beweglich
Engel, so heißt es, sind nicht sichtbar, aber spürbar. Sie sind demnach Seelenführer. Sie sind die Wirkmächte, die den an die Materie gebundenen Seelen zu ihrer Erfüllung verhelfen. Wie Alfons Rosenberg es ausdrückte, sind Engel „ die Beweger von allem, was beweglich ist, das Ruhen von allem, was verharren soll und die zum Wachstum Antreibenden von allem, was zum Wachsen bestimmt ist“.

Seitdem Papst Johannes Paul II. 1986 in einer Generalaudienz die Engel mit sechs Unterweisungen (Katechesen) als reine Geistwesen gewürdigt hat, erleben Engel eine ungebrochene Renaissance. Es herrscht ein Engelüberschwang wie im Barock. Beinahe allerorten begegnen uns Zeitgenossen ihre Darstellungen: von der verniedlichten und verkitschten bis zur tragischen Gestalt des gefallenen Engels. Mit der Erweiterung der Engelausstellung präsentiert das WMG Werke von vier zeitgenössischen Kunstschaffenden, die sich mit dem Thema in Malerei, Skulptur und Glas befasst haben.

Die Sonderausstellung ist eine Verkaufsausstellung für Kunst. Sowohl die Engelbretter von Bali Tollak sind zu erwerben, als auch die Skulpturen von Adelbert Heil und die Glaskunst von Heidrun Krec. red


Im Gößweinsteiner Wallfahrtsmuseum hält so langsam der Frühling Einzug. Fotos: privat



Auch Skulpturen aus Glas gibt es zu sehen.