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Fränkischer Tag - 24.10.2015
Werbung mit der Kirsche

Tourismus Das „Wirtschaftsband A 9“ hat einen Imagefilm in Auftrag gegeben. Bei dessen Vorstellung in Stöckach geraten selbst Einheimische ins Schwärmen über ihre fränkische Heimat.
VON UNSERER MITARBEITERIN Petra Malbrich

Stöckach - „Wenn man den Film sieht, weiß man erst, wie schön es bei uns ist“, sagte ein Zuhörer, als am Abend der Bilanzkonferenz des „Wirtschaftsbands A 9“ in der Lindelberghalle in Stöckach der zehnminütige Imagefilm zu Ende gegangen war.

Der Imagefilm „Zum Kirschgarten der Metropolregion“ bebildert den gesamten Prozess vom Kirschanbau bis zur Verwertung in der Obstmarkthalle oder bei den Brennereien.

Historische Bausubstanz
Vor allem aber transportiert er Emotionen. Er soll auch bewirken, dass der Zuschauer die Produkte kaufen möchte. Zusätzliche Aufmerksamkeit schenkt der Film der prägnanten Landschaft, die mit der historischen Bausubstanz des Klosters in Weißenohe oder den Bauten in Egloffstein ebenso verführerisch ist wie das Wandergebiet in den anderen Gemeinden, aus denen die unterschiedlichen Kirschsorten nach Igensdorf geliefert werden.

Aber wer, abgesehen vielleicht von einigen Einheimischen, weiß schon von dem größten zusammenhängenden Kirschanbaugebiet in Europa? Nicht zuletzt deshalb ist der Film in interkommunaler Zusammenarbeit im Rahmen des „Wirtschaftsbands A 9“ entstanden. Das „Wirtschaftsband A 9“ ist in Bayern ein Leuchtturmprojekt.

Erst durch den Zusammenschluss von Kommunen kommt man in den Genuss von Fördergeldern zur Umsetzung gemeindlicher Projekte. Erste Wirkung hat es bereits erzielt und 2010 den Staatspreis erhalten. Das Amt für ländliche Entwicklung hat das „Wirtschaftsband A 9“ sogar schon in China vorgestellt. Eine Delegation aus China wird deshalb nächste Woche nach Deutschland kommen und sich in Hiltpoltstein vor Ort anschauen, was Kommunen umsetzen können und wie genau sie das tun. Neben dem Kernwegenetz oder der „Bikeschaukel Fränkische Schweiz“ gehört auch der Imagefilm über den größten Kirschgarten der Region und der Obstverwertungsgenossenschaft dazu.

Die Idee hatte Igensdorfs Bürgermeister Wolfgang Rast (IU) bei einer Exkursion der am „Wirtschaftsband“ beteiligten Gemeindechefs ins Elsass mitgebracht. Wie bringt die französische Regierung ihre Kommunen zur Umsetzung von Projekten, das wollte Rast wissen.

25 Brennereien
Zu einer Schnapsbrennerei führte dort der Weg. „Wir wurden gleich in einen Abstellraum mit Leinwand geführt, um uns zuerst einen Film anzusehen“, erinnert sich Rast. Da alleine der Markt Igensdorf 25 Brennereien hat, interessierte er sich besonders für dieses Projekt.

Beim Schauen des Films hat nicht nur er alles um sich herum vergessen. „Nach dem Ende des Films waren wir geistig darauf eingestellt, den benachbarten Laden leerzukaufen“, erklärt er die Sogwirkung dieses Films im Elsass. Kurzum: Einen ähnlichen Film wollte Rast auch. Allerdings war der zehnminütige Streifen mit 14 000 Euro nicht eben billig. „Für den Obstmarkt und die Gemeinde war das zu teuer“, sagt Rast, der daraufhin in den Gemeinden, die ihre Kirschen nach Igensdorf liefern, auf Werbetour ging. Mit Erfolg.

Neben dem Obstgroßmarkt Igensdorf, der Gemeinde Igensdorf sind auch Egloffstein, Gräfenberg, Weißenohe und Hiltpoltstein mit dabei und präsentieren ihre Sehenswürdigkeiten.

Verzichtet haben die Gemeinden auf alle Rechte, sodass jeder den Film auf der Homepage herunterladen kann. Die Brenner dürfen und sollen ihn für Marketingzwecke nutzen, die Betreiber von Übernachtungsmöglichkeiten können damit werben, auch den Film um einige Szenen erweitern und den eigenen Betrieb vorstellen.

„Außer Egloffstein und Igensdorf hat den Film niemand auf der Homepage“, bedauert Hella Ziefer, die Pressesprecherin der Igensdorfer Gemeinde.