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Fränkischer Tag - 02.01.2016
Sport Fußball: SV Ermreuth in der Rolle des Jägers
Fussball

Am FC Hersbruck wird im Meisterkampf der Kreisliga 2 kein Weg vorbeiführen, dahinter bringen sich aber die Verfolger aus Kirchehrenbach und Ermreuth in Stellung. Moggast und Weingarts hatten sich vor der Saison sicher mehr erhofft.
VON UNSEREM MITARBEITER Uwe Kellner

Kreis Forchheim - In den letzten Wochen der Saison haben sich in der Fußball-Kreisliga 2 die drei Kellerkinder vom TV Leinburg, SC Uttenreuth und der SpVgg Effeltrich jeweils von ihren Trainern getrennt. Während in Leinburg mit Werner Kirchhoff und in Uttenreuth mit Heiko Liebig bereits neue Übungsleiter für die Rückserie installiert wurden, sind die Verantwortlichen in Effeltrich immer noch auf der Suche nach dem geeigneten Mann. Aufstiegscoach Tino Alkov war zwar aushilfsweise nach der Trennung von Stefan Wüst eingesprungen, gibt die Mannschaft jedoch aus zeitlichen Gründen wieder ab. Zumindest den wichtigen Sieg gegen Schlusslicht Leinburg konnte der Interimstrainer mitnehmen, so dass der Liganeuling aus Effeltrich weiterhin alle Chancen auf den Klassenerhalt hat.

Direkt vor dem Aufsteiger stehen jedoch Mannschaften, die ihre Plätze nur ungern mit den Effeltrichern tauschen wollen. In Gößweinstein spricht Co-Trainer Jürgen Zitzmann beispielsweise davon, dass seine Jungs stets auf Augenhöhe mit den Gegnern waren, jedoch oft wegen Unachtsamkeiten trotzdem verloren haben. „Wir haben viel zu oft Geschenke verteilt, weil die Konzentration gefehlt hat. Deswegen haben wir jetzt zu wenige Punkte“, sagt Zitzmann. Zumindest das wichtige Derby gegen den SV Moggast gewann Gößweinstein und brachte den Lokalrivalen dadurch in größere Nöte, denn der Verein von der Bölwiese steht ebenfalls überraschend nur kurz vor den Abstiegsrängen. „Anscheinend trifft es wirklich zu, dass das zweite Jahr immer das schwerere ist“, meint dazu SVM-Trainer Alexander Roth. „Vom Kader her ist das die beste Mannschaft, die wir in Moggast hatten. Es ist kein Geheimnis, dass wir mit großen Erwartungen in die Saison gegangen sind. Sowohl die Qualität als auch die gute Mischung zwischen Alt und Jung spricht eigentlich für unsere Mannschaft.“ Trotz des Neuzugangs mit Regionalliga-Erfahrung, Dennis Weiler, der das Trainerteam ergänzt, ist die Abwehrarbeit der Knackpunkt und soll in der Rückrunde verbessert werden.

Weingarts: Zwischen Gut ud Böse
Mit einem Sechs-Punkte-Puffer nach unten steht die DJK Weingarts im Mittelfeld der Tabelle, auch nach oben beträgt der Abstand sechs Zähler. Besonders die Derbyniederlagen gegen Neunkirchen, Ermreuth, Brand und Kirchehrenbach wiegen schwer und zeigen die Inkonstanz der Maigischer auf. Trainer Steffen Staudinger hat seine Mannschaft daher nicht umsonst als Wundertüte bezeichnet. In der Winterpause kommt aus Effeltrich Hannes Siebenhaar zurück zur DJK, dafür wird Mittelfeldstratege Tobias Leikam für ein halbes Jahr im Ausland verweilen.

Mehr drin wäre genauso für den TSV Neunkirchen gewesen. Ganz untypisch für die Mannschaft vom Brandbach ist, dass sie in der laufenden Saison äußerst heimschwach ist und erst ein Heimspiel gegen Schlusslicht Leinburg gewonnen hat. Auswärts hingegen ist kein anderes Team so stark wie der TSV. Trainer Adrian Mahr will diesen negativen Trend in der Rückrunde beenden und glaubt immer noch an die Möglichkeit, weiter nach vorne zu rutschen.

Ganz oben in der Tabelle steht der FC Hersbruck. Die Konkurrenz glaubt einheitlich nicht mehr daran, dass dem Spitzenreiter die Meisterschaft noch strittig gemacht werden kann. Für Ermreuths Trainer Maik Sprenger sind solche Ambitionen sowieso fremd. Er ist zufrieden mit der Punkteausbeute seiner Mannschaft und freut sich, dass seine Jungs nach der kleinen Ergebniskrise zu Saisonbeginn in einen richtigen Lauf gefunden haben. „Wenn man so gut dasteht wie wir, schielt man natürlich auf den zweiten Tabellenplatz. Aber wenn du in unserer ausgeglichenen Liga mal zwei oder drei Spiele in Folge verlierst, dann musst du ja gleich wieder nach unten schauen“, erklärt Sprenger. Er selbst hat bereits 24 Treffer erzielt und führt die Torjägerliste mit weitem Abstand an, bleibt aber im gleichen Atemzug bescheiden. „Meinetwegen schieße ich jetzt kein Tor mehr und dafür meine Mannschaftskollegen. Die Hauptsache ist, dass wir am Ende eine gute Platzierung haben. Mein Ziel ist es, gesund zu bleiben, immerhin werde ich im April schon 30.“ Sollte der Torjäger trotzdem weiterhin so zuverlässig treffen, könnte er dem TSV Kirchehrenbach den zweiten Tabellenplatz streitig machen. Dass die Ehrabocha dort stehen, war vor der Saison nicht zu erwarten. Trainer Christian Martin führt dies stets auf die gute Stimmung innerhalb der Mannschaft und des Vereins zurück. Allerdings wird es in der Rückrunde für seine Jungs noch einmal ein Stück schwerer werden, diese Platzierung gegen die Konkurrenz zu verteidigen.


KREISLIGA 2 ER/PEG
1. FC Hersbruck 13 45 : 14 33
2. TSV Kirchehrenbach 14 31 : 17 28
3. FC Ottensoos 14 29 : 20 25
4. SV Ermreuth 14 39 : 26 24
5. TSV Neunkirchen 14 29 : 22 24
6. TSV Brand 14 19 : 12 23
7. DJK Weingarts 14 26 : 18 22
8. Rupprechtst. 13 26 : 32 20
9. SC Eckenhaid 14 26 : 33 19
10. TSV Neunhof 14 20 : 18 18
11. SK Lauf II 12 27 : 28 16
12. SV Moggast 14 22 : 30 16
13. SV Gößweinstein 14 24 : 30 14
14. SpVgg Effeltrich 14 22 : 36 12
15. SC Uttenreuth 14 28 : 49 10
16. TV Leinburg 14 12 : 40 3


Auch wenn es mal weh tut, wie hier im Derby gegen Neunkirchen und Benedikt Bock (l.), führt Ermreuths Spielertrainer Maik Sprenger die Torschützenliste des Kreisliga 2 mit 24 Treffern unumstritten an. Foto: Kellner