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Fränkischer Tag - 21.01.2016
Bürger, die für andere da sind
Bilanz Beim Neujahrsempfang würdigt Neunkirchens Bürgermeister Richter alle, die sich in den vergangenen zwölf Monaten für ihre Mitmenschen eingesetzt haben.
VON UNSERER MITARBEITERIN Petra Malbrich

Neunkirchen am Brand - „Neunkirchen ist eine Vorzeigegemeinde. Eine glückliche Gemeinde an der Sonnenseite Oberfrankens“, schmeichelte Landrat Hermann Ulm (CSU) den Neunkirchnern in der Zehntscheune. Dort begrüßte Bürgermeister Heinz Richter (FW) auch Vereinsvorsitzende, Gemeinderäte, Bürger sowie Altbürgermeister Alfred Derfuß zum Neujahrsempfang.

Dieser Abend war in erster Linie dem bürgerlichen Engagement der Neunkirchner gewidmet. „Täglich begegnen uns in der Zeitung Menschen des Orts, die sich in vielen Feldern betätigen“, freute sich Richter; ob nun in der bildenden Kunst, im Gesang oder auch in darstellenden Künste und der Musik. Einen Eindruck davon, was Richter damit meinte, bekamen die Gäste gleich zu hören mit den Musikstücken des neuen „Gewagten Ensembles Schlagsahne“, wie der Bürgermeister diese Auswahl der Musiker der Jugend- und Trachtenkapelle ankündigte. Anschließend ließ Richter das abgelaufene Jahr nochmals Revue passieren. Zu den seiner Ansicht nach wichtigsten Themen gehörte unter anderem auch das Baugebiet zwischen dem Kanalweg und der Südumgehung. „Wir benötigen dringend Wohnraum“, sagte Richter.

Das Wohngebiet soll nach seinem Willen ausgewiesen werden. Allerdings macht den Plänen derzeit noch der Wiesenknopfameisenbläuling einen Strich durch die Rechnung. Denn der Schmetterling ist in dem besagten Gebiet gefunden worden und muss nun erst einmal umgesiedelt werden.

Durch die katholische Kirche als Bauträger wird immerhin auch innerorts Wohnraum geschaffen. Am alten Bahnhof wird eine große Wohnanlage entstehen. Die Freibadsanierung und die Breitbandversorgung gehörten ebenso zu den zentralen Themen, mit denen sich die Marktgemeinderäte beschäftigt haben. Obwohl sich in Sachen Breitband eine neue Entwicklung andeutet, wie Richter zaghaft verkündete. Mit diesem Thema wird sich auch die erste Sitzung des Jahres beschäftigen – denn auf Bürgermeister Richters Schreibtisch liegt ein Brief von der Telekom. Darin schreibt die Telekom, dass sie die Breitbandversorgung in Eigenregie stemmen würde; das würde bedeuten, ohne Beteiligung der Gemeinde und des Staats. Vorrausstzung sei, dass die Telekom auch den Zuschlag für die Maßnahmen bekomme. Bislang liegen der Gemeinde zwei Angebote vor.

Auch die vielen finanziellen Spenden und ehrenamtlichen Engagements für die Asylbewerber hob Richter in seiner Rede lobend hervor. 31 Asylbewerber leben derzeit in der Weingasse.

Sie setzen sich zusammen aus neun Albanern, acht Nigerianern, zehn Syrern, einem Afghanen, zwei Pakistani und einem Äthiopier. Richter bedankte sich bei allen Neunkirchnern, die sich für die Asylbewerber bisher eingesetzt haben. Landrat Ulm ehrte anschließend verdiente Feuerwehrleute. „Diese Männer leisten einen wertvollen Dienst am Nächsten.“ Sämtliche Feuerwehrleute, die für ihre 40 Jahre währende Mitgliedschaft geehrt wurden, erhielten auch einen Gutschein für eine Woche Eerholungsurlaub.

Für 25 Jahre Mitgliedschaft konnte Ulm Stefan Lodes gratulieren. Des Landrats Anerkennung für 40 Jahre Dienst am Nächsten galten Gerhard Horz, Peter Joachim, Helmut Lösel, Manfred Lösel, Günther Suft, Gerhard Walz und Norbert Thummet.



Landrat Ulm (r.) würdigt die verdienten Feuerwehrleute aus Neunkirchen. Foto: Petra Malbrich