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Felix-Müller-Museum Aktuelle Sonderausstellungen

Nachfolgend die aktuelle/letzte Sonderausstellung. Zurückliegende Sonderausstellungen finden sie in unserem Archiv.

Ikonen geschrieben von Christel Föhr sowie Bilder aus und über Russland von Felix Müller

Madre della Consolazione, 16. Jh. italo-kretisch, geschrieben von Christel Föhr

Im Rahmen einer Gastausstellung zeigt das Felix-Müller-Museum Ikonen von Christel Föhr. Sie stammt aus einer alteingesessenen Trierer Künstlerfamilie. Nach ihrer Pensionierung aus dem Lehramt entdeckte sie für sich nach zwei Kursen in Vézelay (Frankreich) die Passion des Ikonenschreibens und vertiefte diese Kunst in zahlreichen Kursen unter der Leitung von Jürgen Veigel in Schnakenbek bei Hamburg, in Köln und im Schwarzwald. Die Miniaturmalerei auf Pergament in der Technik des Mittelalters ist eine weitere Liebe von Christel Föhr.

Ikonen sind dem gläubigen Menschen heilige Bilder. Sie genießen insbesondere in den orthodoxen Kirchen des Ostens hohe Verehrung, haben aber auch in den Kirchen des Westens Einzug gehalten. Das Malen der Ikonen wird eher als ein Schreiben verstanden, ein zur Anschauung bringen des offenbarten Wortes.

Die Ausstellung wird ergänzt durch Bilder aus und über Russland von Felix Müller. Es sind Portraits und Landschaften, die während seiner Soldatenzeit in Russland 1940 bis 1943 entstanden sind, außerdem spätere Arbeiten, in denen er das Leid des russischen Volkes thematisiert und die er oft „Russische Passion“ benennt.

Felix Müller: Smolensk, die rote Mauer, Kreide, 30.9.1942

Von den in Russland entstandenen 50 Kreidezeichnungen sind 25 überliefert. Zu deren Entstehung schreibt er 1942 an seinen Freund Karl Schwab:

„Vor 4 Wochen bekam ich 8 Tage Urlaub nach Smolensk. Der Grund war folgender: ich machte damals einen Plakettenwettbewerb mit den der Luftgau ausschrieb. Als Belohnung die ‘Kunstreise‘. Meines war ein voller Gewinn. Ich konnte dort zeichnen nach Herzenslust, schauen u wieder schauen. […] Die wogenden Kornfelder, einsame weidende Tiere, u über all dem der gewaltige Himmel mit den grandiosen Wolkenriffen darauf. Dann erblickte ich wieder die alte Mauer, diese rote, feurige Ziegelmauer von Smolensk, durch die Heere Napoleons marschierten. Der alte Dnjepr fließt gleichgültig an allem vorbei. Der Stift flog übers Papier u wenn Du Lust hast kannst Du dir die Skizzen bei meiner Mutter ansehen. Es ist Rußland.“ 

Das Museum ist immer sonntags von 15:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. An anderen Tagen der Woche ist ein Besuch nach Voranmeldung unter Tel. 09134/1837 möglich.


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