| Veranstaltungen 2006 | |
| Samstag, 18.03.2006 19.30 Uhr |
Klezmer und jidische Lieder mit Georg Brinkmann / Klarinetten und Gesang & Florian Stadler / Akkordeon Die Füße auf dem Boden, der Kopf im Himmel - die Fest- und Ritualmusik der Ostjuden ist ein Erlebnis für Beine, Ohren und Herz. Eine Musik, die seit Jahrhunderten modern ist, sie erzählt und fordert zum Tanzen auf. Georg Brinkmann und Florian Stadler sind zwei hochkarätige Musiker, die auf nationalen und internationalen Bühnen bekannt sind. Sie wollten nach internationalen Konzerterfahrungen etwas Neues auf die Beine stellen. Daher gründeten sie 2004 ihr neues Klezmer-Duo „nu“ und begeistern seither mit ihrer kraftvollen Musik ein stets wachsendes Publikum auf Festivals, Konzerten und Workshops. Die 1. CD „nu“ ist 2005 erschienen. Tel. 09134/ 70541 und 09134/ 9278. Eintritt: 10,00 Euro. |
| Sonntag, 02.04.2006 19.30 Uhr |
KABARETTABEND Hans-Georg Köhler spielt und singt Georg Kreisler Der jüdische Kabarettist und Schriftsteller Georg Kreisler, der 1938 mit seiner Familie aus Wien in die USA emigrierte, lebte seit etwa 1955 wieder in Wien. Nachdem er durch makabre Lieder bekannt geworden war, schrieb er eine Reihe von „Seltsamen Gesängen“, Parodien auf Kitsch und groteske Geschichten. In den folgenden Jahren verfasste er u.a. jüdische Chansons, die den Alltag osteuropäischer Juden zu früheren Zeiten heiter und melancholisch darstellen. Hans-Georg Köhlers Repertoire stammt aus diesen beiden Schaffensperioden Kreislers. Als Pianist und Sänger erwies sich Hans-Georg Köhler als kongenialer Kreisler – Interpret, der durch eine leichte Dialektfärbung und eine große Portion Emphase Kreislers schwarzhumoriges Liedgut mit Leben erfüllt. |
| Sonntag, 30.04.2006 19.30 Uhr |
LESUNG Gudrun Pausewang liest aus ihrem Buch: „Ich war dabei“ - Geschichten gegen das vergessen. Dieter Fromm.. / ..Gitarre Zitat: „Ich habe diese Geschichten geschrieben, um mit dazu beizutragen, dass die Verbrechen jener Zeit (NS-Zeit) nicht in Vergessenheit geraten. Ein so unmenschliches Regime darf nie wieder Fuß fassen können – weder bei uns noch anderswo.) Gudrun Pausewang, geboren 1928, ist eine der bedeutendsten deutschsprachigen Kinder- und Jugendbuchautorinnen. Sie wurde unter anderem mit dem Gustav-Heinemann-Friedenspreis und dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. |
| Sonntag, 07.05.2006 19.30 Uhr |
Der jüdische Maler Julius Graumann Eine Benefiz-Konzertlesung Am Sonntag, 07. Mai 2006, 19.30 Uhr 1870 heiratete der Bankier Gerson Graumann Maria Lämmlein Bamberger, die Tochter des Buchbindermeisters Lämmlein Bamberger aus Ermreuth. Aus dieser Ehe sind mehrere Kinder hervorgegangen, das jüngste unter ihnen der besagte Maler Julius. Jonas Bamberger, der Onkel des Künstlers, ebenso in Ermreuth geboren, heiratete in die große und reiche jüdische Ermreuther Familie Oberndorfer ein, die von Ermreuth nach Nürnberg, später nach München zog. Nach dem Tod ihres einzigen Sohnes errichtete das Ehepaar Bamberger eine Stiftung für kranke Kinder in Nürnberg. Die Witwe Caroline Bamberger hinterließ nach ihrem Ableben im Jahre 1925 ein großes Vermögen und bedachte damit besonders ihren Neffen Julius, der davon jahrzehntelang seinen Lebensunterhalt bestreiten konnte. 1944 starb Julius Graumann in den Gaskammern von Auschwitz. Peter Kertz, Germanist, Theaterwissenschaftler und vorwiegend Konzertsänger, entstammt der Malerfamilie Kertz, die in zwei aufeinander folgenden Generationen von 1880 bis 1950 drei bildende Künstler von beachtlichem Rang hervorbrachte und mit dem Maler Julius Graumann eng befreundet war. Peter Kertz machte sich die Wiederentdeckung dieses verschollenen Künstlers zur Aufgabe und konnte dank akribischer Arbeit das Leben und das Werk von Julius Graumann rekonstruieren und 2004 als Bildband herausgeben. Kartenvorbestellung: Tel.: 09134/ 70541 und 09134/ 9278. Unterstützen Sie mit dem Besuch dieser Veranstaltung die Renovierung des sogenannten Schwarzhaupt-Hauses zum Zwecke der Errichtung eines Museums in Ermreuth. |
| Sonntag, 21.05.2006 15-18 Uhr |
Internationaler M u s e u m s t a g Sonntag, 21. Mai 2006 Im Rahmen dieses Tages bietet das jüdische Museum in Ermreuth seinen jungen Besuchern und deren Angehörigen von 15.00-18.00 Uhr Verschiedenes an. - 15.00 - 18.00 Uhr Verkaufsbazar für jüdische Artikeln und ähnliches - 15.15 - 15.45 Uhr Toraführung anhand der neuerworbenen Torarolle - 16.00 - 16.30 Uhr Synagogenführung - 16.45 - 17.15 Uhr Frömmigkeit, Glaube und Aberglaube anhand der Dauerausstellung - 17.30 - 18.00 Uhr Jüdische Märchen und Geschichten |
| Sonntag, 25.06.2006 19.30 Uhr |
mit dem Streichquartett AMABILE Milada Schwarz/Violine Sophie Döbing/Violine Kirsten Reuter-Bosch/Viola Heike Wundling/Violoncello Auf dem Programm stehen unter anderem Joseph Launer: "Mozartisten" (ein Mozart gewidmetes Opus) W.A. Mozart: Streichquartett Nr.12 (Joseph Haydn gewidmet) und Streichquartett Nr.21 (dem preussischen König gewidmet) |
| Sonntag, 09.07.2006 17.00 Uhr |
Das jüdische Museum in Ermreuth eröffnet am Sonntag, dem 9. Juli um 17 Uhr eine Sonderausstellung zum Thema: Das soeben erschienene gleichnamige Begleitbuch wird im Rahmen dieser Ausstellung repräsentiert. Für den musikalischen Genuss sorgen in Begleitung von Musiklehrerin Frau Kornelia Drevs Klavierschüler aus Neunkirchen und Umgebung. Ab 15 Uhr sind diese im Synagogengebäude live zu erleben. Herzliche Einladung ergeht insbesondere an die Bewohner von Ermreuth und des Marktes Neunkirchen a. Br. Eine besondere Einladung ergeht zudem an die Lehrkräfte unserer Gemeinde und der Nachbargemeinden mit ihren Schülern und Schulklassen. Sie werden gebeten, fleißigen Gebrauch von diesem Angebot zu machen und sich rechtzeitig für eine Gruppenführung anzumelden. Die Ausstellung dauert vom 10. Juli - 30. September 2006 und ist jeden Sonntag von 14.00 – 17.00 Uhr geöffnet, für Schulklassen und Gruppen jederzeit nach Voranmeldung. Erlanger Nachrichten Fränkischer Tag |
| Sonntag, 23.07.2006 20.00 Uhr |
in der Synagoge Ermreuth am Sonntag, 23. Juli 2006 20.00 Uhr Es spielt das beliebte Klezmer-Ensemble Nächama II mit Igor Milstein / Gesang Inna Lobanova / Klavier Leonid Henkin / Klarinette Michail Sinelnikov / Geige Boris Saidman / Schlagzeug Anatoli Gornovskij / Cello Eintritt: Euro 10,- Kartenvorbestellung: Tel. 09134-70541 oder 09134-9278 das Echo in der Presse: Nordbayerische Nachrichten Erlanger Nachrichten |
Sonntag, 24.09.2006 19.30 Uhr |
Lebensfreude tanzt über dem See der Melancholie Gerard Rupa (Klavier) & Claudio Rupa (Geige) Die Brüder Rupa, in Bukarest geboren, entstammen einer rumänischen Musikerfamilie, haben in Bukarest, Nürnberg und Köln Musik studiert, gewannen jeweils mehrere Preise bei verschiedenen Musikwettbewerben und treten auch als Solisten auf. Programm: Johann Sebastian Bach: Air aus der Orchester-Suite No.3, D-Dur, BWV 1068 Fritz Kreisler: Liebeslieder Jules Massnet: Méditation (Thais) Pablo de Sarasate: Zigeunerweisen - Op.20 G.Pugnani-Kreisler: Praeludium und Allegro Béla Bartók: Rumänische Volkstänze Weltmusik per Ansage das Echo in der Presse: Nordbayerische Nachrichten Erlanger Nachrichten |
Sonntag, 08.10.2006 19.30 Uhr |
Tango, Valse, Habanera, Choro, Oriental Daniela Grams (Violoncello) & Stefan Grasse (Gitarre) spielen Musik von Maurice Ravel, Claude Debussy, Isaac Albéniz, Manuel de Falla und Piazzolla. Eintritt: 10 Euro das Echo in der Presse: Nordbayerische Nachrichten Erlanger Nachrichten |
Sonntag, 29.10.2006 17.00 Uhr |
„Ruth hat auf einer schwarzen Flöte gespielt“ - Geschichte und Alltag der Juden in Würzburg. Eröffnungsvortrag: Dr. Roland Flade Die 1300-jährige Geschichte Würzburgs ist auch geprägt durch eine lange, wechselvolle Beziehung der Stadt zu den in ihr beheimateten Juden. Durch die Ausstellung wird ein lebendiges Bild vom jüdischen Alltagsleben aus mehreren Jahrhunderten gezeigt, wie es in vielen anderen fränkischen Orten – so auch in Ermreuth – zu finden war. Dauer der Ausstellung: 29.10.2006 – 05.01.2007 Geöffnet: 5.11.2006, 9.11.2006, 19.11.2006, 3.12.2006, 10.12.2006, 17.12.2006 und 5.1.2007, jeweils 14-17 Uhr; Besichtigung für Gruppen zusätzlich nach vorheriger Anmeldung (Tel. 09134-70541). |
Donnerstag, 09.11.2006 14.00 Uhr |
Donnerstag, 09. November 2006 findet um 14:30 Uhr eine Führung auf dem jüdischen Friedhof in Ermreuth statt. Treffpunkt: 14: 00 Synagoge Ermreuth. (Bei starkem Regen fällt die Führung aus, Männer mögen bitte eine Kopfbedeckung mitbringen). |
Donnerstag, 09.11.2006 19.30 Uhr |
„ES BLEIBT NOCH VIEL ZU SAGEN...“ zu Leben und Werk der Lyrikerin Rose Ausländer Im Wechsel von Biographie und Rezitation, eindrucksvoll inszeniert durch den Wechsel des Lichts, zeichnet die Schauspielerin ein einfühlsames Porträt von der großen europäisch-deutsch-jüdischen Dichterin Rose Ausländer. Rose Ausländer wurde 1901 in Czernowitz (Bukowina) geboren. Sie überlebte die Jahre 1941 bis 1944 im Getto der einstigen Kulturmetropole. Dort traf sie mit Paul Celan zusammen. Beide versuchten in Traumworten zu überleben. Über 20 Lyrikbände wurden von ihr veröffentlicht. Zentrale Motive in ihren Werken sind die Juden verfolgung, Heimat und Exil, Dichtung als geistige Heimat, die Mahnung vor einer falschen Zukunft, Wunder und Träume im Hier und Jetzt. Sie wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet. |
Sonntag, 19.11.2006 19.30 Uhr |
Sephardische Lieder und Solomusik Ein besonderes Konzert, das an das goldene Zeitalter Andalusiens erinnern soll. Klaus Jäckle(Gitarre) und Barbara Schofer (Rezitation und Mezzosopran) wollen die Zuhörer entführen in die Zeiten, als der Süden Spaniens in hoher Blüte stand und Toleranz den Umgang zwischen den Menschen bestimmte, Wissenschaften und Kunst bei Juden, Christen und Muslimen gleichermaßen angesehen waren und sich die Kulturen untereinander inspirierten. Gitarrenstücke von Isaac Albéniz und Francisco Tarrega , Balladen von Federico Garcia Lorca sephardische Lieder und ausgewählte Texte von König Salomo bis Lessing stehen auf dem Programm. Aufgrund der herbstlichen Raumtemperaturen empfiehlt sich wärmere Bekleidung. |