Wappen Neunkirchen am Brand

Marktgemeinde

Neunkirchen am Brand

Gleisenhof

Besonderheiten, Geschichte, Bilder

 

Gleisenhof ist zwar mit knapp 60 Einwohnern das kleinste, aber mit 468 m ü. NN. das höchstgelegene Dorf im Markt Neunkirchen a. Brand.

Seine lage am Nordosthang des „Ermreuther Berges“ (Hetzlas) ca. 1 km oberhalb von Ermreuth, gibt einen herrlichem Blick über das obere Schwabachtal von Walkersbrunn bis Igensdorf frei.

Oberhalb von Gleisenhof, entlang der Kante des Plateaus bis hin zum Kreuz, haben sich in den 60´ und 70´ die beiden Wochenendgebiete "Auf der Wache" und "Berganger" entwickelt.

Politisch gehörte Gleisenhof bis 1972 zu Ermreuth. Bei der Gebietsreform 1972 wurde Gleisenhof zusammen mit Ermreuth und Rödlas zur Marktgemeinde Neunkirchen am Brand eingemeindet.

Seit 1980 wird auf dem landwirtschaftlichen Anwesen der Fam. Kühnl in Gleisenhof wieder Schafhaltung betrieben.

1996 wurde das kleine Dorf an das öffentliche Verkehrsnetz angeschlossen. Hierzu wurde, auf Grund der steilen Hanglage, mit großen Aufwand ein Buswendeplatz mit dem Namen „Chausseeplatz“ geschaffen.

Besonderheiten

Kirschblüte“ - von Ende April bis Mitte Mai blüht das obere Schwabachtal. Durch die vielen Obstbäume (hauptsächlich Kirschen) ergibt sich ein grandioser Anblick.

Jedes Jahr, immer an Christi Himmelfahrt (Vatertag), veranstaltet der Gleisenhofer Dorfplatzverein das Kirschblütenfest.

Natur pur“ - Der Ortsteil Gleisenhof gehört zum Ferien- und Naherholungsgebiet „Naturpark Fränkische Schweiz - Veldensteiner Forst“.

Das Plateau des „Ermreuther Berges“ lädt zum Wandern ein und zieht viele Besucher aus dem Ballungszentrums Nürnberg-Fürth-Erlangen an. Bei gutem Wetter hat man eine Sicht von Burg Hohenstein im Osten, bis Geiselwind im Westen und von Burg Feuerstein und Walberla im Norden, bis ins Fürther Hinterland im Süden.

Oberhalb von Gleisenhof auf der Hochebene des Hetzleser Berges, betreibt der Flugsportverein Erlangen-Nürnberg e.V. einen Sonderlandeplatz.

Geschichte

Aus einem durch Kaiser Friedrich 1467 bestätigten Vergleich zwischen Niklas v. Muffel und den sogenannten „armen Leuten“ zu Ermreuth wegen grundherrlicher Abgaben, Hut etc. ergibt sich, dass schon damals der Schafhof auf dem Gleisenhof bestand. 1764 wurde die Schäferei auf dem Gleisenhof durch die Herrn Christian und Friedrich Karl Ludwig Ernst von Künßberg-Thurnau in eine ordentliche Meierei umgewandelt. Im gleichen Jahr errichteten sie einen Kalkbrennofen und erbauten eine Chaussee vom Ermreuther Schloss aus nach Gleisenhof, mit einer Allee von italienischen Pappeln (einige Standen noch bis nach dem 2. Weltkrieg). Die Straße nach Gleisenhof heißt heute noch Chaussee.

Der Ortsname dürfte, nach Dr. Buk, von einem früheren Besitzer namens Gleoß oder von einem einstigen gleißenden (glänzenden) weißen Haus und Hofmauern herrühren.

Bis 1939/40 mussten die katholischen Kinder von Gleisenhof die Schule in Großenbuch besuchen. Es gab bis dahin nur einen Fußweg über den Berg. Die Kreisstraße FO-28 wurde erst 1963 gebaut. Ab 1939/40 wurden dann auch die katholischen Kinder zusammen mit den evangelischen Kindern in Ermreuth unterrichtet.

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