
Baad liegt ca. 1 km nördlich von Neunkirchen am Rande des Hetzlas, an der Straße nach Hetzles.
150 Jahre lang wurde der Ort Baad von Hetzles verwaltet. Wobei Kirche, Schule
und der Einkauf in Neunkirchen stattfand. In Baad fließen Schlier- und Haarbach
zusammen.
1109 – erstmals unter dem Namen „Cemebahe“ erwähnt. Besitzer des Hub
(Gutshof) war der Bischof von Bamberg. Ein Teil des Ortes besaßen die Herren
von Egloffstein.
1396 – stiftete Konrad von Egloffstein einige Güter dem Kloster Neunkirchens.
Durch diese Stiftungsurkunde lässt sich auch der heutige Ortsnamen „Baad“ nachweisen.
1423 - verkaufte Claß von Egloffstein an den Klosterpropst Herrmann
und Dechant Ulrich einen Halbhof (120 Tagwerk). Bis 1702 – wurde es durch das
Kloster bewirtschaftet, anschließend in 30 Teile parzelliert.
1525 – brannten unzufriedene, aufrührerische Bauern die Nachbarsdörfer,
welche dem Kloster gehörten, nieder. Probst Wolfgang Stark ließ sie wieder aufbauen.
Bis 1926 – stand an der Stelle der heutigen Kapelle das Gemeinde- und
Armenhaus.
Am 17. August 1926 – Einweihung der Kapelle. Der Bau wurde durch die großzügige
Unterstützung, des im Ort geborenen und ausgewanderten Kellners, Johann Dorn
ermöglicht. Bis 1970 – wurden in der Kapelle noch Marienandachten abgehalten.
Ab 1951 – durfte die Flaschenbierhandlung auch Getränke und Essen ausgeben.
1975 – Neubau des Gasthauses „Zum Haarbach“. In den 50er Jahren bekam die Gastwirtschaft
Konkurrenz, nämlich das Gasthaus „Zum grünen Kranz“. Es befand sich gegenüber
der Kapelle im Trüpfhäuschen, der Wirt war der „Booder Ludwig“ und seine „Babett“.
Ab 1949 – findet eine eigene Kerwa statt.
1972 – Gründung des „Booder Stammtisch“ seine Mitglieder rekrutieren
sich aus allen Teilen Neunkirchens. Große Bedeutung, neben der Viehzucht, hatten
schon immer Sonderkulturen, wie z.B. Erdbeeren und Meerrettich. 1935 – bewiesen
die Eigentümer, die Lirnleut, Sinn für die Schönheit und Harmonie der Baukunst
des 18. Jahrhunderts durch Freilegung und Pflege des Fachwerkes. In den 80er
Jahren erneute Renovierung des Gebäudes unter Erhalt der Bausubstanz. Heute
steht in Baad ein beispielhaftes Schmuckstück fränkisch, bäuerliche Wohnkultur.
Der Baader Weiher - einst ein dorfbildprägendes Gewässer - ist heute leider ohne Wasser. Aber das soll nicht so bleiben. Die Baader wehren sich und sie wollen, dass der Weiher wieder geflutet wird. Wir wünschen Ihnen dazu viel Erfolg!
Neunkirchen am Brand – Pfarrer Peter Brandl – Kirchplatz 4 – 09134/7070-0
Dezember 2002 – 81 Personen