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Zwischen Ebersbach und Marloffstein liegt abseits der Straße die Einöde Wellucken mit nur vier Wohnhäusern und einigen Nebengebäuden.

Die Siedlung gehört zur Gemarkung Ebersbach und damit seit 1960 zur Marktgemeinde Neunkirchen am Brand. Der Name des Ortes erinnert an die Entstehung. Während zum Bsp. für Neunkirchen und Rödlas durch Baumrodung Platz geschaffen werden mußte, stand für Wellucken eine Waldlücke (Waldlucke) zur Verfügung. Undurchdringlicher Urwald dehnte sich nämlich vor mehr als tausend Jahren zwischen den Gewässern Regnitz und Schwabach aus und erschwerte hier eine dichtere Besiedelung durch die Franken.

Die Einöde Wellucken wurde im Jahre 1318 erstmalig in einer Urkunde erwähnt. Damals verkaufte Gottfried von Hohenlohe-Brauneck den Hof an das Kloster Neunkirchen. 1477 wird in einer Bergwerksurkunde des Fürstbischofs Philipp von Henneberg die Lage von Hetzles folgendermaßen erklärt: "... Hetzles bei Neunkirchen an der Wellucken ..."

 

Nachdem das Klostergut im Bauernkrieg 1525 zerstört worden war., veranlaßte die Klosterverwaltung 1573 den Neubau eines Meierhofes in der Einöde. Seit 1814 besteht die Siedlung aus zwei Bauernhäusern mit Scheunen und Ställen und einem Tagelöhnerhäuschen. Damals lebten 20 Personen dort.

 


Anfang 1930 geriet Wellucken in die Schlagzeilen der Erlanger Presse. Handwerker, die einen Brunnen ausbessern sollten, glaubten eine Tropfsteinhöhle entdeckt zu haben. Tatsachlich hatte sich in einer Tiefe von etwa 10 m ein vom Brunnenschacht ausgehender Hohlraum gebildet. Bei anschließenden Untersuchungen durch Experten stellten sich die sehr interessant und sensationell verfaßten Zeitungsberichte als Enten heraus. Es waren keine Tropfsteine zu finden. Die Hoffnung auf eine Touristenattraktion löste sich damit im Nichts auf.