22.04.2010

Der deutsche König Ruprecht I. von der Pfalz verlieh zum Samstag vor St. Georg (19. April 1410) Neunkirchen am Brand das Marktrecht als königliches Hochheitsrecht. Fortan durften jeden Mittwoch ein Wochenmarkt und vier Jahrmärkte abgehalten werden.
Zum Beginn der Feierlichkeiten zu diesem 600jährigen Jubiläum in diesem Jahr fand ein Festakt im Zehntspeicher statt, der mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Michael eingeleitet wurde.
Eingeleitet und begleitet wurde der Abend von der Formation "Brass am Brand" der Jugend- und Trachtenkapelle Neunkirchen am Brand mit Musik aus sechs Jahrhunderten. Der 1. Bürgermeister Heinz Richter begrüßte die zahlreichen Ehrengäste, unter ihnen Landrat Reinhardt Glauber, MdL Thorsten Glauber und zahlreiche Bürgermeister der Nachbargemeinden, sowie die Zuhörer im vollbesetzen Zehntspeicher. Ein Grußwort von Landrat Reinhardt Glauber schloß sich an.
Vor dem Hauptvortrag bestand Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen bei einem ausgezeichneten Buffet, erstellt und angerichtet von der Schülerfirma Präs-M-ent von der Hauptschule Neunkirchen am Brand und zum Eintrag ins Goldene Buch der Marktgemeinde.
Der Historiker Dr. Horst Miekisch hat sich schon seit langen Jahrzehnten intensiv mit der Geschichte des Augustiner-Chorherrenstifts Neunkirchen am Brand auseinandergesetzt und hielt den Festvortrag "Königliche Marktrechtsverleihung für Neunkirchen am Brand im Jahre 1410". Sein mit Bildern abgerundeter Vortrag skizzierte die gesamte Geschichte Neunkirchens bis heute, mit dem Hauptgewicht auf die Marktrechtverleihung. Dieser anschauliche interessante Vortrag ist als bebildertes Büchlein erschienen und kann beim Freundeskreis für Kunst und Kultur Neunkirchen am Brand käuflich erworben werden.
Wer den Abend etwas ausführlicher ansehen möchte, hier Bildergalerien aus der Kirche und aus dem Zehntspeicher