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29.09.2020 - Achtung, wieder zweifelhafte Anzeigenwerber unterwegs!

Die Norddeutsche Medien UG versucht derzeit Anzeigenaufträge für eine angebliche "Bürger-Broschüre" zu rekrutieren. Achtung, das Geschäftsmodell des Unternehmens ist unserer Ansicht nach nur auf Täuschung angelegt! Mit Spam-Anrufen türkischer Callcenter und Trickformularen will man Geld von Gewerbetreibenden und Freiberuflern ergattern.

Gewerbetreibende, Freiberufler und Vereine, die in der Vergangenheit tatsächlich schon einmal in einer offiziellen Broschüre der Gemeindeverwaltung oder der Kirche inseriert hatten, erhalten einen Anruf. In akzentfreiem Deutsch bezieht man sich auf diese Anzeige und erklärt, es müsse schnellstens ein Formular unterschrieben werden – sonst könne das Inserat nicht mehr in der nächsten Ausgabe veröffentlicht werden.

Das angekündigte Formular kommt bald darauf. Tatsächlich findet sich in ihm auch die bisher verwendete Anzeige der so Angesprochenen. Ebenso die sinngemäße Bezeichnung der bisherigen Publikation. Beispielsweise Bürgerinfo. Die so Angesprochenen gehen davon aus, dass alles seine Richtigkeit habe. Schließlich hatte man gerade darüber geredet. Sie unterschreiben – und schicken es an die angegebene Rückfax-Nummer zurück.

Dass der Anruf aus der Türkei kam, von einem Callcenter, das sich MP Media oder IKA Media nennt, fällt in dem Moment nicht auf. Häufig sind die Anrufer Deutsche, die in die Türkei ausgewandert sind.
Tatsächlich hat das Ganze nichts mit der bisherigen Anzeigenschaltung zu tun – den Angerufenen wurde eine Falle gestellt. Kölner Masche nennt sich das Ganze, nach der Stadt, in dem dieses Business der besonderen Art vor 20 Jahren zum ersten Mal aufgetaucht war.

Wer das Korrekturfax unterschrieben zurücksendet, hat nach Ansicht der MP Media damit einen kostenpflichtigen Vertrag abgeschlossen. Der Anzeigenauftrag ist mit horrenden Kosten verbunden. Einschließlich diverser Nebenkosten werden bis zu 1.513,68 von dem Unternehmen verlangt. Zu zahlen auf ein Konto bei der Kreissparkasse Syke. Dieser Betrag ist abhängig von der Laufzeit mal drei oder mal sechs zu nehmen, denn in jedem Vertragsjahr soll das „Objekt“ dreimal im Jahr erscheinen. Und bezahlt werden. Da kommt man dann schon auf bis zu 9.082,08 EUR für zwei Jahre.

Wer innerhalb von 14 Tagen ab Anzeigenauftrag gegenüber der MP Media/Norddeutsche Medien UG schriftlich den Rücktritt erklärt, hätte normalerweise keine Rechnungsstellung zu befürchten. Für die Rechtzeitigkeit kommt es auf den Zugang der Rücktrittserklärung bei der MP Media an. Die Sache hat nur einen Haken. Die angeblichen Kunden erfahren in der Regel erst nach der Rechnungsstellung von dem Anzeigenauftrag für die Bürgerinfo. Denn die Rechnung wird regelmäßig erst weit nach Ablauf der 14 Tage gestellt. Das Rücktrittsrecht ist damit wertlos. Eine frühest mögliche Reaktion bzw. Widerruf des Korrekturabzuges ist dennoch der sicherste Weg, um sich wehren zu können.

(Quelle: https://radziwill.info/de/Abzocker-und-Werbeverlage/Abzocker-mit-Koelner-Masche-Norddeutsche-Medien-UG)

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