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03.08.2022 - Waldbewirtschaftungsaktion Rosenbach

Auf knapp 20 ha stellt das Bürgerholz bei Rosenbach den größten gemeindlichen Walddistrikt für den Markt Neunkirchen a. Br. dar. Zu 25% besteht er aus Altbestand und zu ca. 75% aus der sogenannten Verjüngungsnutzung. Das heißt: Hier soll und muss überalterter Holzüberhang Platz machen für einen Jungwald - die nächste Generation.

Bei dieser nun anstehenden Waldbewirtschaftungsaktion wird nichts überstürzt, sondern von langer Hand vorbereitet. Viele gute Gründe sprechen dafür, da jedoch der „Anblick“ (Fällungen und Markierungen) während und nach den Arbeiten unbedarfte Waldbesucher verstören könnte, hier einige Erklärungen dazu:

Erste vorsichtige Eingriffe zur Feinerschließung mit Schleppergassen zur Schonung der Böden und Stabilisierung der Altbäume wurden schon vor 10 und 12 Jahren vorgenommen.
2015 wurde dann der Forstweg für Rettungswege und Holzlager gebaut. Durch die flächige Entnahme von Altbäumen und Freistellung von Altbuchen und -eichen als Samenbäume sollte sich sodann der Humus unter den aufgehellten Bereichen umsetzen und die nächste Waldgeneration ankeimen.

Die gute Nachricht: Es ist gelungen. Ein erster Bestand aus Rotbuche mit einzelnen Eichen und Lärchen ist auf dem Weg nach oben. Keine „gewinnmaximierte Holzplantage“, sondern Laubmischwald, wie ihn die Forsteinrichtung schon 2011 mit genügend Weitblick vorgesehen hat.

Vor allem die jungen Buchen sind unter dem Schatten der verbliebenen Altbäume nun den dringend benötigten, trockenverträglicheren Eichen leider schon ein gutes Stück voraus und würden ohne Fortführung der Lichtgabe untergehen. Die Natur macht uns hier überall echten Zeitdruck!

Die Holzernte wird daher nun zeitnah beginnen. Vorab konnte alles im Wald bereits ausmarkiert und besprochen werden. Die Ausmarkierungen im Wald sind bunt wie eine Bahnhofsunterführung und könnten daher einige Spaziergänger und Reiter verwundern. Jedoch müssen die Markierung so komplex sein, damit alle gewünschten Alt- und Samenbäume verschont bleiben und kränkelnde oder unförmige Bedrängerbäume auch wirklich zuverlässig entnommen und die Böden bestmöglich geschont werden. Ebenfalls wichtig: Naturschutzfachlich wichtige Bäume (Spechthöhlen, Mulmhöhlen, Tothölzer) bleiben so gekennzeichnet fast vollständig im Wald erhalten.

Während der Arbeiten (ca. 15 Tage) kann es zu kurzfristigen Sperrungen der Forstwege kommen. Dies erfolgt durch den Forstunternehmer in eigener Verantwortung und Initiative.

Wir müssen den Wald vorbildlich und aktiv für eine trockenere Zukunft umbauen. So können wir einen stabileren, brandsicheren, kleinklimatisch leistungsfähigen Laubmischwald heranziehen.

Daniel Schenk
Revierleiter Neunkirchen a. Br.
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bamberg
Beauftragter des Marktes Neunkirchen a. Brand
Weyhausenstraße 6
91077 Neunkirchen am Brand
Telefon +49 9134 9819966


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