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06.12.2010 - Besichtigung der wichtigen Baustellen



Für die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses in Neunkirchen hieß es in diesen Tagen sich warm anzuziehen, als sie sich unter der Führung des 2. Bürgermeister Karl Germeroth, er vertrat den plötzlich erkrankten Bürgermeister Heinz Richter, auf den Weg durch das tief verschneite und klirrend kalte Neunkirchen machten. Kurz vor Weihnachten sollten die wichtigsten Baumaßnahmen inspiziert werden.
Die etwas andere Ortsbesichtigung begann bei der Hauptschule am Schellenberger Weg, um im Beisein des Geschäftsführers der ausführenden Eckentaler Firma Solar Perfect, Thomas Franke, die auf dem Schuldach errichtete, etwas über 315 000 Euro teure Photovoltaikanlage anzusehen.
Die Anlage zur Gewinnung von Strom durch die Sonnenenergie ist für eine Gesamtleistung von 83933 Kilowatt- Peak (Spitzenleistung) ausgelegt, wird über Fernüberwachung via Internet gesteuert und wurde im August ans Netz angeschlossen. Dabei inspizierte die Delegation mit großem Interesse auch die Ergebnisse der bereits erzeugten und in das öffentliche Stromnetz eingespeiste Stromleistung auf dem Display in der Turnhallenaula.
Nachdem man in der Joseph-Kolb-Straße vom Bauamtsmitarbeiter Stefan Fauth darüber informiert worden war, dass die Kanal- und Wasserleitungsarbeiten bereits abgeschlossen seien. Mit der Wiederherstellung des Straßenaufbaus und der Gehwege könne wegen der frostigen Witterung wohl erst nach dem Winter fortgefahren werden. Die Gesamtmaßnahme kostet mehr als 362000 Euro.
Danach besichtigte der Ausschuss in der Folge ein weiteres Mal die Baustelle des Ebersbacher Gemeinschaftshauses. Von den heuer im Haushalt eingestellten Mitteln in Höhe von rund 100000 Euro stehen immer noch 41000 Euro zur Verfügung.

Engagierte Bürger
Anschließend ging es in den kleinen Ortsteil Baad, wo man die, im Jahre 1926 mit dem Geld eines nach Australien ausgewanderten Bürgers und der Marktgemeinde errichtete und seit vielen Jahren baufällige Kapelle aufsuchte. Nachdem man das Fundament des Kirchleins gesichert und somit den kleinen sakralen Bau vor dem endgültigen Absinken bewahrt hatte, wie der Ortssprecher Georg Schmitt erläuterte, haben engagierte Bürger die Bodenplatte mit Estrich versehen, die Fenster und das kleine Türmchen samt Glockengestühl saniert sowie die Außenfassade mit einem Abschlussstein versehen lassen. Und das alles über einen Haushaltsrest von 9000 Euro aus dem Vorjahr und über Spenden finanziert.
Nachdem man die mit einem Kostenrahmen von 27700 Euro versehenen und mit viel Geschmack neu- und umgestalteten Räume in der Grundschule inspiziert hatte und sich den neuen, zentral zwischen der Pfarrkirche St. Michael und dem so genannten Barockhäuschen gelegenen, 21000 Euro teuren Infopunkt angesehen hatte, beschloss man die frostige Exkursion durch die Baustellen Neunkirchens im Alten Rathaus am Inneren Markt. Dort konnten sich die Teilnehmer abschließend von der gelungen Sanierung des aus dem Jahre 1718 stammenden Gebäudes informieren, in dem seit Jahren ein Teil der Rathausverwaltung untergebracht ist und das in diesem Jahr mit einem Aufwand von 480000 Euro mit Mitteln der Städtebauförderung und der Oberfrankenstiftung baulich und energetisch saniert worden war.
Text: Karl-Heinz Frank






Bilder: Gero Häußinger

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