Felix-Müller-Museum Aktuelle Sonderausstellungen

Nachfolgend die aktuelle/letzte Sonderausstellung. Zurückliegende Sonderausstellungen finden sie in unserem Archiv.

„Was die Augen denken… Arne Stahl zu Gast bei Felix Müller“

Ausstellung 26. Juni – 11. Sept. 2022

"Zertrennen, zerstören und entwerten ist meine Aufgabe nicht, vielmehr Bilder zu schaffen aus dem Leben, für das Leben und zum Leben", beschreibt Arne Stahl, der neue Gast im Felix-Müller-Museum, seine Motivation zu malen.

Arne Stahl (Jahrgang 1963) studierte Kunsterziehung und Germanistik an der FA-Universität Erlangen/Nürnberg bei Prof. Haas und Wendelin Kusche, große Maler der „alten Schule“. Seit 1989 ist er freischaffend tätig, lebt teilweise in der Toskana und leitet dort auch Malkurse (www.malkurstoskana.com).

Der Ausstellungstitel „was die Augen denken…“ (frei nach Paul Cézanne) drückt die Dualität aus, auf die es dem Maler ankommt: das Sehen und seine „gedachte“ Transformation in Bilder. Auf der einen Seite das passive Aufnehmen der Gegenstände, auf der anderen Seite die ersonnenen Strukturen, Kompositionen und Farbgebilde.
Die Ausstellung zeigt Ölbilder und Aquarelle aus Italien, Norwegen und Deutschland: Bilder, die sich aus Gegenständen formen, die Stationen seines Lebensweges sind.

Die figürliche Malerei ist für Arne Stahl die ganz persönliche Möglichkeit, seine Wertschätzung und Bewunderung gegenüber unserer so bedrohten Welt auszudrücken. Sie ist eine Huldigung an Schönheit, Harmonie und Sinn - ein Bekenntnis zum perfekten „Zusammenspiel“, das sich dem offenbart, der es zu sehen vermag. Auch die dunklen Kontraste und Gefahren gehören dazu. Jedes Bild ist ein Versuch, diesem Besonderen durch Formen und Farben Gestalt zu geben. Arne Stahl ist kein naturalistischer Maler, er lässt die Natur in seinen Bildern neu entstehen, ohne sie imitieren zu wollen. Das Imitieren oder Kopieren der Natur lag auch Felix Müller (1904-1997) zeitlebens fern. Er ging als Bildhauer und Maler seinen Weg zwischen Expressionismus und einem Symbolismus mit eigener Bildsprache. Die in der Ausstellung zu sehenden Blumenbilder der 1980er Jahre vermitteln einen Blick auf ein farbenfrohes, fantasiegeleitetes Alterswerk.

Die Ausstellung ist geöffnet sonntags 15 – 17 Uhr und montags (ausgenommen feiertags) 10 – 14 Uhr.

Führungen finden auf Nachfrage statt: Tel.: 09134 / 908042 oder 09561 / 4274359 oder per Mail: regina.urban@neunkirchen-am-brand.de

(Fotos: Harry Roth)


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