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Felix-Müller-Museum Liste Sonderausstellungen

Schenkungen 2010 an das Felix-Müller-Museum

 

Nicht nur, daß das Museum im vergangenen Jahr sein 10-jähriges Bestehen feiern konnte: Nein, es war ein besonderes Jahr, in dem das Museum umfangreiche, bedeutende Schenkungen erhielt.

Da gab es schon in den frühen 1930er Jahren den guten Freund Jupp Schneider, damals Jugendkap-lan in Fürth, später erster Jugendseelsorger der Erzdiözese Bamberg und Begründer der Jugendarbeit auf Burg Feuerstein. Aus seinem Nachlaß erhielt das Museum als Schenkung vom Jugendhaus Düsseldorf, der Bundeszentrale für katholische Jugendarbeit, zwei frühe Werke: ein zutiefst anrühren-des Kruzifix aus den 1930er Jahren sowie die Zweitfassung einer Kreuzwegtafel; die erste Fassung wurde in der Zeit des Nationalsozialismus zerhackt und verbrannt.

Dann gab es Herrn Dr. Karl Pinzka. Er war praktischer Arzt in Erlangen und hatte in Neunkirchen als direkter Nachbar von Felix Müller im Kellerweg 1 ein Wochenendhaus. Sein Sohn starb im vergange-nen Jahr im Alter von nur 50 Jahren. Er verfügte in seinem Testament, daß alle Felix-Müller-Werke aus dem Nachlaß seines Vaters der Gertrud-Müller-Stiftung vererbt und somit in den Bestand des Museums überführt werden sollen: zahlreiche, wichtige Werke, insbesondere aus den Jahren nach dem Krieg, darunter ein großformatiges 3-Königsbild und ein anrührendes Relief vom Barmherzigen Samariter.
Als umfassendste Bereicherung des Museumsbestandes haben wir die großzügige Schenkung der Sammlung Asteriades erhalten: 27 überwiegend frühe, großformatige, größtenteils bisher nicht be-kannte Werke: Skulpturen aus Holz und gebranntem Ton, farbig gefaßte Holzreliefs, Landschaften und Porträts sowie eine Ansammlung von acht Blumenstilleben – ein ganzer Blumengarten. Der junge aus Nordgriechenland stammende Megakles Asteriades kam Anfang des letzten Jahrhunderts zum Studium der Medizin nach Deutschland, blieb hier, wurde Arzt in Nürnberg und war schon in frühen Jahren ein enger Freund und Förderer Felix Müllers. Sein Sohn Alexander übergab – bis auf ganz wenige Ausnahmen – die komplette Felix-Müller-Sammlung seines Vaters als Schenkung dem Muse-um.
Ein Großteil der Werke konnte schon restauriert werden, und sie erstrahlen jetzt im ursprünglichen Glanz und farblicher Präsenz. Weil der Platz im Museum begrenzt ist, können wir allerdings nur eine Auswahl zeigen: die schönsten und wichtigsten Werke aus den Schenkungen.












Ausstellungseröffnung:  Freitag, 29. April 2011, 19:00 Uhr

Abbildungen:
Plakatgestaltung: Eberhard J. Schorr, Fotos: Gero Häußinger


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