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Felix-Müller-Museum Liste Sonderausstellungen

Felix Müller: Kriegsjahre und Gefangenschaft

Arbeiten aus den Jahren 1941 bis 1948.

Vor 70 Jahren, am 8./9. Mai 1945, endete der Zweite Weltkrieg. Das Museum zeigt aus diesem Anlass eine Auswahl aus den Arbeiten Felix Müllers, die in den Kriegsjahren und den Jahren seiner Gefangenschaft entstanden sind. Seine Briefe aus dieser Zeit an Freunde und der Briefwechsel mit seiner Mutter geben Auskunft über seine damalige Situation, sein Denken und Empfinden.

1940 bis 1943 war er als Soldat in Masuren, Polen und Russland, anschließend bis zum Kriegsende in Münster/Westfalen und danach bis 1948 in Mons/Belgien und Merville/Nordfrankreich in Kriegsgefangenschaft.

In Russland war er in Orscha (bei Smolensk) stationiert; er hatte dort einen kunstsinnigen Vorgesetzten. 1942 bekam er acht Tage Sonderurlaub für eine „Kunstreise“; Mitten im Krieg fuhr er über Land, malte und skizzierte. Einem Freund schreibt er: „Zeichnete Bauern, Frauen mit jahrtausendalten Gesichtern. Rußland, Dorfstraßen, Häuser. […] Der Stift flog übers Papier und wenn Du Lust hast, kannst Du dir die Skizzen bei meiner Mutter ansehen. Es ist Rußland.“  25 dieser Arbeiten sind überliefert.

In Münster entstanden zahlreiche Zeichnungen, dazu auch eine kleine Serie von Aquarellen, in denen er gegen den Krieg bitter anklagt und flehentlich um Frieden bittet (s. obiges Plakat). Ein Soldatenkamerad sagte ihm damals: „Lass das niemanden sehen, die stellen dich an die Wand“.

Von den in der Gefangenschaft in Merville entstandenen 500 kleinen Skizzen und Entwürfen sind 300 überliefert.

Die Ausstellung wird am 8. Februar 2015 um 15 Uhr eröffnet und dauert bis zum 31. Mai, immer sonntags von 15 bis 17 Uhr geöffnet, für Gruppen jederzeit nach vorheriger Anmeldung unter Tel. 09134/1837.

Der Museumsbeauftragte Peter Lichtenberger liest in der Veranstaltung am Ostersonntag, 5. April 2015, 15 Uhr, im Rahmen der Neunkirchner Kulturtage korrespondierend zur Ausstellung aus ausgewählten Briefen Felix Müllers.


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