Die Kunst- und Erinnerungsstele auf der Wiese vor der Synagoge Ermreuth ist im Juni 2025 eingeweiht worden.
Die Synagoge Ermreuth, erbaut im Jahr 1822, zählt zu den bedeutenden Landsynagogen Oberfrankens. Obwohl sie während der Pogromnacht 1938 schwer verwüstet wurde, blieb das Gebäude äußerlich erhalten. Die jüdische Gemeinde Ermreuths wurde jedoch ausgelöscht; mindestens zwölf Menschen aus dem Ort wurden in Vernichtungslagern ermordet.
Die heute vor der Synagoge stehende Stele macht die Namen der Opfer sichtbar und schafft einen Ort des Erinnerns und Gedenkens. Sie bewahrt früheres jüdisches Leben in Ermreuth im öffentlichen Bewusstsein und dient zugleich als Mahnmal gegen das Vergessen.
Das Kunstwerk ist Teil des Bildungs- und museumspädagogischen Konzeptes des Jüdischen Museums Synagoge Ermreuth. Entworfen wurde die Stele ehrenamtlich von Franz Renker in Zusammenarbeit mit dem Förderkreis der Synagoge, der Gemeinde Neunkirchen am Brand und des Landkreises Forchheim sowie weiteren Beteiligten vor Ort.
Weitere Informationen finden Sie hier: Kunst- und Erinnerungsstele
