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Fränkischer Tag - 29.01.2009
Der BN lehnt die Umgehung ab
Absage Die geplante Trasse für Neunkirchen am Brand stößt auf Ablehnung. Die Naturschützer befürchten eine Vernichtung des Artenreichtums und des Landschaftsbildes.


Heinrich Kattenbeck (li.) und Bernhard Birnfeld. Foto: Karlheinz Frank


Neunkirchen am Brand - Der Bund Naturschutz (BN) lehnt laut seinem Kreisvorsitzenden Heinrich Kattenbeck die geplante Westumgehung in Neunkirchen ab. Er befürwortet aber einen Runden Tisch mit Vertretern der Regierung, der verschiedenen Bürgerinitiativen und der Gemeinde, um doch noch einen tragfähigen Kompromiss zu finden.
Vor allem die unwiederbringliche Zerstörung wertvollen Lebensraumes von seltenen Vögeln wie dem Wendehals, Braunpieper und Gartenrotschwanz, von Fledermäusen, Kröten und Insekten durch die vorgesehene Trasse kritisiert der BN. Gerade im Bereich der „Gries“ und des Lohrwaldes und der für Flora und Fauna wertvollen Streuobstwiesen drohe eine Vernichtung des Artenreichtums.
Der stellvertretende Ortsvorsitzende von Neunkirchen, Bernhard Birnfeld, machte noch deutlich, dass die Aue von Brandbach und Ebersbach von der vorgesehenen Trasse regelrecht durchtrennt würde und somit als Naturräume nicht mehr erlebt werden könnten. Ferner sei diese Umgehung keine echte Entlastung des Verkehrs in der Marktgemeinde. Hier würde dann auch das Landschaftsbild zerstört und mit großer Sicherheit zusätzlicher Verkehr herangezogen.
Viel „Panikmache“
Deshalb verurteile er auch, so Birnfeld, die Panikmache von den Befürwortern um Helmut Forster, die als Anwohner nur den Verkehr aus der Forchheimer Straße weghaben wollten und dafür sogar mit einer Wiederkehr der alten Umleitungsstrecke drohen, die 1995 im Zuge des Ausbaus der Friedhofsstraße eingerichtet worden war. Damals wurde der Verkehr über die Marloffsteiner-, die Kreuzstraße und den Tennenbachweg umgeleitet, wo heute überwiegend Wohngebiete angesiedelt sind.
Bei einem Treffen mit den Behördenvertretern und den Naturschützern hatte Bürgermeister Heinz Richter deutlich gemacht, so der Birnfeld weiter, dass ihm nicht so sehr der allgemeine Verkehr, sondern vor allem die Zunahme des Schwerlastverkehrs in der Friedhofsstraße, Erleinhofer Straße und Henkerstegstraße Sorgen bereite. Dabei stünden vor allem die Gefährdung von Schulkindern und älteren Leuten auf viel zu engen Gehwegen und bei der Überquerung der vielbefahrenen Straßen, die Belastung durch Lärm und Luftverunreinigung sowie die Beschädigung dieser Ortsstraßen durch den Schwerverkehr vorne an.
Die von der Bürgerinitiative nach den Richtlinien der Behörden durchgeführte Verkehrszählung hätte 200 Lkws ergeben, so Birnfeld, während die offizielle Zählung durch das Straßenbauamt im Jahre 2006 mit 400 Lastern die doppelte Anzahl erbracht hatte. Es müsse aber auch der Anteil von Lieferverkehr am gesamten Verkehrsaufkommen berücksichtigt werden, der die Firmen und Geschäfte in Neunkirchen zum Ziel hat und auch nach Fertigstellung der Westumgehung weiter durch den Ort fahren würde. Alles Gründe, die gegen eine Westumgehung und für die schwerpunktmäßige Beseitigung der Gefahrenquellen an den Ortsstraße sprechen.

Karlheinz Frank