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Fränkischer Tag - 23.02.2009
Leserbrief: Es muss sein

Zur Westumgehung Neunkirchen
Eines vorweg: Der BN und „MUNK“ haben sich zusammengetan, um gemeinsam gegen die Westumgehung vorzugehen. Sie erwecken den Anschein, für die Mehrheit der Neunkirchener zu sprechen. Dies ist schlichtweg falsch. Sie propagieren Zahlen zum Verkehrsaufkommen und erstellen Katastrophenszenarien, die völlig aus der Luft gegriffen sind. Eine Gesprächsbereitschaft wie „MUNK“ es vorgibt, existiert überhaupt nicht. Ziel ist es, alle Mittel und Wege auszuschöpfen, um die Westumgehung zu verhindern.
Die Intensität des Schalls nimmt mit dem Quadrat der Entfernung ab. Laut Bundesimmissionsschutzverordnung ist die zukünftige Westumgehung so weit von den Anwohnern entfernt, dass der zulässige Wert nicht überschritten wird und ein Schallschutz nicht notwendig ist. Zum Vergleich wird der Schallpegel in der Forchheimer, Friedhof-, Erleinhofer und Henkerstegstraße um ein Mehrfaches überschritten. Der Schallpegel liegt so hoch, dass selbst bei einer Verdoppelung des Verkehrsaufkommens dieser Pegel nur um 3 dB zunimmt. Dies sollte zu denken geben auch in Anbetracht der enormen Belastung durch Feinstaub der über 6500 Fahrzeuge/Tag.
Verkehrszählungen finden alle fünf Jahre seitens der Behörde statt. So wurden bereits 1995 4740 Kraftfahrzeuge/Tag gezählt. Diese Zahl hat sich bis im Jahr 2000 auf über 6500 Fahrzeuge bei 576 Lkws/Tag erhöht. Bei Realisierung der Westumgehung läuft dieser Verkehr dort ab. Lediglich die Anrainer in der Forchheimer Straße und Ebersbacher Weg, also die Nordwestbewohner, werden noch die Friedhofstraße nutzen.
Soll so, wie „MUNK“ es vorsieht, dieses riesige Verkehrsaufkommen wieder innerorts aufgenommen werden? Sollen denn den Bewohnern in der Friedhofstraße zwecks Fahrbahnverbreiterung die Vorgärten weggenommen werden, damit die Lkws besser durchkommen?
Ist denn der Mensch weniger wert als Wendehals und Gartenrotschwanz? Wer sagt überhaupt, dass diese Tiere beeinträchtigt werden oder ihren Lebensraum verlieren? Die Leute vom BN sollten hinaus in die Natur gehen und sich ansehen, wie gerade die Tier- und Pflanzenwelt sich neu gestaltet und erholt, wenn durch bauliche Maßnahmen in der Natur ein Vakuum entsteht. Der Todesstreifen an der Grenze zur früheren DDR oder die Rodung am Hetzleser Berg aufgrund des Borkenkäferbefalls ist beispielhaft.

Helmut Forster
Forchheimer Straße 27
91077 Neunkirchen