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Nordbayerische Nachrichten - 10.06.2009
Umgehung beherrscht Debatten
Thema bei Bürgerversammlungen in Neunkirchens Orten — Lokale Wünsche
NEUNKIRCHEN
(fr) — Wie nicht anders zu erwarten, hat bei den Bürgerversammlungen in Neunkirchen und seinen zehn Orten und Weilern mit insgesamt 7886 Einwohnern die geplante Westumgehung im Mittelpunkt des Interesses gestanden.
Zunächst ging der von seiner Hauptamtschefin Gabriele Braun und Bauamtsleiter Jochen Cervik unterstützte Bürgermeister Heinz Richter auf die Eckdaten der Marktpolitik ein. Dazu zählten Haushalt und Infrastruktur.
Vor allem aber informierte der Bürgermeister über den Stand bei der vorgesehenen Westumgehung, die der Marktgemeinderat bereits mit 17:3 Stimmen grundsätzlich beschlossen hat. Dabei ist nun vorgesehen, eine Anbindung über die Straße „Zu den Heuwiesen“ mittels eines Kreisverkehrs und eine weitere über die Erlanger Straße zu schaffen.

Anbindungen schaffen
In diesem Zusammenhang soll die Gemeindeverbindungsstraße von Rosenbach über eine Einmündung in die Umgehungstrasse mit einer Fußgängerüber- oder –unterführung angebunden werden, soll eine Kostenübernahme für den geplanten Kreisverkehr an der Kreuzung Henkerstegstraße/ Erlanger Straße/Zu den Heuwiesen durch den Staat erreicht werden. Auch die Hochwassersituation am Brand- und Ebersbach soll sich durch die Baumaßnahme keinesfalls verschlechtern. Nicht zuletzt soll erreicht werden, dass die von der SPDRatsfraktion ins Gespräch gebrachten Lärmschutzmaßnahmen ebenso in das Projekt einfließen, wie die Schaffung einer Durchfahrtsmöglichkeit für landwirtschaftliche Fahrzeuge.
Bei den sich jeweils anschließenden Fragestunden wollte ein Bürger in der Hauptschulaula des Hauptortes wissen, warum man denn nicht wegen einer Trassenverschiebung mit der Nachbargemeinde Dormitz zusammengearbeitet habe, was Richter mit der Ablehnung einer Trassenverschiebung durch den Marktrat in der Aprilsitzung begründete.
Weitere Fragen beschäftigten sich zum Beispiel mit der Umsetzung des Lärmschutzes, mit dem Vorhandensein von Statistiken zur Be- und Entlastung durch die Westumgehung, einer Verkehrssimulation, eines Kostenvoranschlags oder auch mit der Möglichkeit, die Gefahrenstellen an der Friedhof-, Erleinhofer und Forchheimer Straße zu beseitigen. Dies wurde unter anderem damit beantwortet, dass die mögliche Beseitigung einer Gefahrenstelle im Rahmen eines runden Tisches, aber mit Vertretern der Polizeiinspektion erörtert werden sollte. Dem Markt entstünden durch die Westumgehung keinerlei Kosten.
Aber auch eine andere Reaktion war zu verzeichnen, nämlich dass man doch endlich den Beschluss des Marktgemeinderates pro Westumgehung akzeptieren sollte und sich lieber anderen Themen zuwenden sollte. So bat man auch um Abhilfe für die Einbahnstraßenregelung in der Ansbacher Straße. Aber auch die Zukunft der aus dem Gebiet der Heuwiesen umgesiedelten Knoblauchkröten lag einer Bürgerin am Herzen.
In Ebersbach sprach man ebenfalls die Folgen für die Landwirtschaft durch die geplante Trasse für die Westumgehung an, dadurch würde der Broterwerb der Landwirte durch den Verlust von 20 Hektar wertvollen Bauernlandes mit viel Obstbaumbestand gefährdet, ein beliebtes Naherholungsgebiet zerstört. Aber auch das lang ersehnte neue Gemeinschaftshaus mit Feuerwehrhalle, für das sich jetzt eine baldige Realisierung abzeichnet, war im alten Gemeinschaftshäuschen ein Thema, ebenso die Ausweisung von Bauflächen für junge Einheimische oder die Schaffung eines Bolzplatzes.
In Rosenbach forderten Bürger, die im schlechten Zustand befindliche Löschwasserleitung doch zu sanieren. Außerdem brauche man eine neue Asphaltdecke auf der Gemeindeverbindungsstraße von Rosenbach nach Uttenreuth.

Kapelle renovieren
Im Ortsteil Baad war wieder einmal die Sanierung der baufälligen Kapelle und der richtige Standort für die geplante Bohrung für den neuen Brunnen ein Thema. Den Ermreuther Bürgern lag vor allem die fehlende Beleuchtung an der Straße zum Sportgelände und die damit einhergehende Gefährdung der Kinder und die zukünftige Abwasserentsorgung der Anwesen in der Saarstraße über Kleinkläranlagen oder die zentrale Abwasseranlage am Herzen.
In Großenbuch ging es in erster Linie um den Ausbau der so genannten Schützscheune zu einem Gemeinschafts- und Feuerwehrhaus. Um an Fördermittel zu kommen, müsste es ein geändertes Nutzungskonzept geben. Aber auch die fehlende Beleuchtung des Radweges oder die Instandsetzung der Friedhofstreppe wurden angesprochen.