| Nordbayerische Nachrichten - 11.03.2010 |
| Jugendhilfe einmal lukrativ |
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| Ersatztagesbetreuung im Kreis-Süden trägt Geld ein FORCHHEIM (dik) — Dass in der Jugendhilfe mit einer Maßnahme auch noch Geld zu verdienen ist, hätte wohl kaum jemand gedacht. Das zeichnet sich jedoch für die Ersatztagesbetreuung im südlichen Landkreis ab. Der Jugendhilfeausschuss hat jetzt beschlossen, zwei Erzieherinnen als mobile Tagesmütter mit je zwölf Wochenstunden einzusetzen. Soweit ein über die 24 Wochenstunden hinausgehender Bedarf an Ersatzbetreuung entsteht, wird der für Tagesmütter übliche Satz von drei Euro pro Stunde und Kind bezahlt. Der Bedarf für die Ersatzbetreuung ist auf jeden Fall da. In Neunkirchen gibt es vier Tagesmütter mit 17 Kindern, in Igensdorf und Weißenohe fünf Tagesmütter mit zwölf Kindern und in Effeltrich, Kunreuth, Langensendelbach fünf Tagesmütter mit 15 Kindern, insgesamt also 14 Tagesmütter, die 44 Kinder betreuen. Spielgruppen einrichten In allen drei Bereichen soll jeweils mindestens eine Spielgruppe eingerichtet werden, die sich einmal wöchentlich trifft. Hier sollen die Kinder mit den neuen Erzieherinnen vertraut werden. Denn die Erzieherinnen kümmern sich um sie, wenn ihre Tagesmutter krank oder in Urlaub ist. Dabei ist daran gedacht, für die Spielgruppen geeignete Räume anzumieten. Zur Ersatzbetreuung sollten die Wohnungen der Erzieherinnen herhalten. An Ausgaben für Personal und Sachkosten hat das Jugendamt 29467 Euro ermittelt. Dafür erhält der Landkreis durch das Bayerische Kinder-Bildungs-Gesetz (Bay Ki Bi G) maximal 51246 Euro pro Jahr erstattet. Damit wären genug Reserven vorhanden, Ersatzbetreuung zu bezahlen, die über die zwei mal zwölf Stunden der Erzieherinnen hinaus geht, rechnete Jugendamtsleiterin Dagmar May dem Gremium vor. |