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Nordbayerische Nachrichten - 29.05.2010
Laster bringen Lärm und Gefahr
Weingartser beschweren sich über Durchgangsverkehr aufgrund der Umleitung
WEINGARTS
(gal) — Die Sperrung der Tordurchfahrt in Neunkirchen für Fahrzeuge über 3,20 Meter Höhe hat nun auch den Gemeinderat von Kunreuth beschäftigt. Zahlreiche Anwohner hatten sich über den Lärm durch den Schwerlastverkehr beschwert, der jetzt über Kunreuth umgeleitet wird.
Schon einen Tag nach der Sitzung trafen sich Bürgermeister Hermann Ulm, Wolfgang Betz vom Straßenbauamt Bamberg und Stadtrat Werner Jaensch vor Ort, um sich ein Bild von der Situation zu machen. Dabei ging es nicht nur um die Lärmbelastung, sondern auch um etwaige Straßenschäden.
Hintergrund ist die Sperrung der Tordurchfahrt von Neunkirchen für Fahrzeuge mit einer Höhe über 3,20 Meter aus Effeltrich kommend in Richtung Forth/Igensdorf. Aufgrund des Beschlusses des dortigen Gemeinderates sah sich die Straßenverkehrsbehörde des Landratsamtes Forchheim gezwungen, eine Ausweichroute auszuweisen. Die Strecke über Langensendelbach und Spardorf erschien zu verkehrsreich, blieb also die Strecke über Gosberg, Weingarts und Igensdorf. So steht seit April an der Ortseinfahrt von Kunreuth der unübersehbare Hinweis zur Umleitung über Igensdorf.

Bordsteine verschwinden
Sehr zum Leidwesen der Bewohner, die sich über den starken Lärm durch die offenbar erheblich gestiegene Anzahl durchfahrender Lastzüge beschweren. Diese hielten oft nicht die Geschwindigkeit ein, es komme, so die Schilderung, zu gefährlichen Begegnungen im Gegenverkehr. Die schweren Fahrzeuge kämen oft nicht umhin bei den zahlreichen Kurven im Ort über Gehsteigränder zu fahren – eine Gefährdung von Fußgängern.
Bei der Ortsbegehung waren die nicht unerheblichen Schäden an den Kurven augenscheinlich. Die gefälligen, flachen Bordsteine verschwinden langsam tiefer im Grund. Der Asphalt weist sowohl an den Fahrbahnrändern wie auch auf dem angrenzenden Gehsteig zahlreiche Bruchstellen auf. Es fliegt auch schon einmal ein Kanaldeckel in einer leichten Kurve bei schwungvollem Befahren durch die schweren Reifen aus dem Schacht.
Wolfgang Betz vom Straßenbauamt meinte, es gebe kaum Alternativen, solange die Umgehung zwischen Neunkirchen und Ebersbach nicht gebaut werde. Und da sind bekanntlich noch viel Fragen offen. Somit erscheint keine baldige Lösung in Sicht. Betz regte an, in den Kurven die Bordsteinkante auf zwölf Zentimeter zu erhöhen, um das Überfahren schwieriger zu machen.
Das kostet natürlich und löst das Problem nicht wirklich. Möglich sei auch eine Verkehrszählung, die alle fünf Jahre stattfindet und zufällig genau dieses Jahr von April bis Oktober durchgeführt wird. Dann wisse man statistisch, wie sich der Verkehrsfluss verändert habe.

Originalbericht enthält Foto, das wir aus rechtlichen Gründen nicht hier einstellen dürfen