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Nordbayerische Nachrichten - 09.06.2010
Leserbrief: Problem nur verlagert


Betrifft: Umleitung des Schwerlastverkehrs Neunkirchen auf der Staatsstraße
Wie kürzlich auch den NN zu entnehmen war, werden Fahrzeuge mit einer Höhe von über 3,2 Metern aufgrund der Sperrung der nord-westlichen Ortsumgehung von Neunkirchen nun über Kunreuth und Forth nach Erlangen umgeleitet. Die Bürger entlang der nun vorgesehenen Streckenführung in Kunreuth, Weingarts und Walkersbrunn beschweren sich massiv über die zusätzliche Lärmund Verkehrsbelästigung durch den Schwerlastverkehr.
Natürlich ist es verständlich, dass die Gemeinde Neunkirchen gehandelt hat und nun aufgrund jahrelanger Beschwerden der Anlieger die Gemeindestraße entlang des Friedhofes, die seit langem als „inoffizielle“ Ortsumgehung benutzt wurde für den Schwerlastverkehr gesperrt hat. Aber wird hier nicht das Problem lediglich auf andere Betroffene verteilt?
Es ist für uns hier in Weingarts nur schwer nachzuvollziehen, dass uns von einer Gemeinde wie Neunkirchen nun eine zusätzliche Last aufgebürdet wird. Die Bewohner Neunkirchens profitieren aufgrund der geographischen Lage der Stadt seit Jahren von den Vorteilen der Nähe zum Ballungsraum Erlangen/Nürnberg.
Höhere Immobilienwerte, bessere Infrastruktur (Anbindung durch öffentliche Verkehrsmittel), bessere Einkaufsmöglichkeiten (zahlreiche Groß- und Einzelhandelsmärkte), bessere Bildungsmöglichkeiten (größere Auswahl an Schulen) und bessere Telekommunikationsanbindung (DSL-Versorgung) etc. werden dabei selbstverständlich angenommen. Die damit verbundenen Nachteile sollen nun auf andere abgewälzt werden?
Leider wird nun auch offenkundig, dass es seit Jahren nicht wirklich ein durchgängiges Verkehrskonzept des staatlichen Bauamtes für den Landkreis Forchheim gibt. Wie anders ist es zu erklären, dass vor Jahren eine neue Süd-West-Umgehung Neunkirchens gebaut worden ist, die nun nur noch von einer Richtung aus genutzt werden kann. Die echte Lösung des Problems wäre natürlich eine neue Nord-West-Umfahrung Neunkirchens, aber bis diese realisiert wird, verstreichen noch etliche Jahre und andere büßen für die Versäumnisse des Landes Bayern.
Gerade die Ortsdurchfahrt von Weingarts ist nachweislich zu schmal und daher für den Begegnungsverkehr zweier Schwerlastfahrzeuge absolut nicht geeignet. Dies wurde uns seitens des staatlichen Straßenbauamtes u.a. bei der Ablehnung von Anträgen auf Querungshilfen für Kinder (Zebrastreifen, Verkehrsinseln etc.) stets bestätigt. Nun soll der gesamte Schwerlastverkehr über eben eine solche Route umgeleitet werden?
Allein schon ohne Begegnungsverkehr nutzen Lkw aufgrund des engen und kurvigen Verlaufes der Ortsdurchfahrt immer die gesamte Straßenbreite und weichen oftmals auf die schmalen Bürgersteige aus. Diese damit verbundene stärkere Abnutzung der Straße verursacht auch zusätzliche Kosten für den Unterhalt.
Entlang der Staatsstraße 2236 befinden sich außerdem an teilweise unübersichtlichen Stellen zahlreiche Bushaltestellen, an denen vor allem Kinder die Straße überqueren. Es besteht daher dringender und unmittelbarer Handlungsbedarf bevor etwa durch den Schwerlastverkehr noch ein Kind zu Schaden kommt!
Im Namen zahlreicher Anwohner der Staatsstraße fordert der Ortsverband der CSU Weingarts/Kunreuth daher die Verantwortlichen hiermit dringend auf, den früheren Zustand (Umleitung durch Neunkirchen) wieder herzustellen oder den Schwerlastverkehr anders umzuleiten.
Edwin Rank,Weingarts