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Fränkischer Tag - 23.06.2010
Notfalls nach München
Bürgerversammlung Hetzles sieht sich durch die Sperre der Innerortsumgehung benachteiligt und will vielleicht vor Gericht ziehen.
Hetzles
- Mit der Sperrung der Innerortsumgehung im benachbarten Neunkirchen am Brand und der Situation um die gemeindliche Wasserversorgung standen auch bei der Bürgerversammlung die Themen im Mittelpunkt des Interesses der Zuhörer, die seit langem auch das Geschehen im Gemeinderat bestimmten.

Es könne nicht sein, so Bürgermeister Franz Schmidtlein zu den etwa 50 Bürgern im Gasthaus Mendelwirt, dass durch die Sperre der Innerortsumgehung für den Schwerlastverkehr über 7,5 Tonnen und die Begrenzung der Durchfahrtshöhe der Markttore auf 3,20 m Höhe und wegen der damit zusammenhängenden Umleitungsrouten die Speditionen und Fuhrunternehmen in Hetzles in ihrer Existenz gefährdet würden.

Zumal die vom Neunkirchner Marktgemeinderat verfolgte Absicht, mit dieser Maßnahme auf den Staat Druck auszuüben und so den Bau der Westumgehung durch diese Maßnahme zu beschleunigen, wenig Erfolg versprechend erscheint. Nachdem man in der Nachbargemeinde einem Antrag von Bürgermeister Schmidtlein nicht stattgeben wollte, für den Hetzleser Schwerlastverkehr eine Ausnahmeregelung einzuräumen, werde man weiterhin alles versuchen, die Beeinträchtigung der ortsansässigen Fuhrunternehmen wieder abzuschaffen, wenn nötig auch mit einem Gang nach München.

Kanalisation im Blickpunkt
Großes Interesse rief auch die Zukunft der gemeindlichen Wasserversorgung hervor, ein Thema, zu dem Alexander Dürrschmidt vom gleichnamigen Ingenieurbüro aus Erlangen erschienen war, um Mutmaßungen und Befürchtungen in der Bevölkerung auszuräumen. Demnach könne die wegen der immer wieder vereinzelt auftretende Belastung des Trinkwassers mit Keimen vom Gesundheitsamt angeordnete Chlorung und die damit einhergehende Geschmacksbelastung durch den chemischen Zusatz durch zwei alternative Verfahren auf Dauer ersetzt werden.

Trotzdem die Gemeinde bereits die Quellfassungen mit einer undurchlässigen Lehm- bzw. Tonabdeckung versehen hat, müssten immer wieder Keimbelastungen im Trinkwasser festgestellt werden, die eine besondere Behandlung erfordern würden.

Trübung
Da gebe es zum einen die kostengünstigere Methode, mit einer UV-Bestrahlung eventuelle Keime im Wasser abzutöten, so der Experte weiter, was nicht nur mit etwa 12 000 Euro die billigere sondern auch absolut chemiefreie Möglichkeit wäre. Allerdings dürfe bei diesem Verfahren keine Wassertrübung vorkommen, da sonst die UV-Strahlen nicht das Wasser durchdringen und die Keime abtöten könnten. Gerade diese Trübung aber kommt im Hetzleser Trinkwasser immer wieder einmal vor, für den Menschen zwar absolut ungefährlich und geschmacksneutral, aber für die keimtötenden UV-Strahlen ein Hindernis.

Dann ließ das Gemeindeoberhaupt noch einmal alle Maßnahmen Revue passieren, die in den vergangenen zwölf Monaten beendet werden konnten oder für dieses Jahr geplant sind. Dazu gehörten der 2629 m lange Fuß- und Radweg nach Effeltrich, dessen Kosten von 122 000 Euro man sich mit der Nachbargemeinde teilte, die auf 35 224 Euro geschätzte Sanierung der Brücke am Hohen Rain, die Ersatzvornahme der Haarbachscheune als Lagermöglichkeit für den Bauhof oder auch die Neugestaltung des Spielplatzes, die sich wegen der zunächst mangelhaften Ausführung der Fundamente noch verzögerte sowie die Anschaffung eines Fendt Geräteträgers für rund 100 000 Euro, für den einmal mehr die Fassadensanierung des Bauhofes verschoben werden musste.

Weiter unterrichtete Schmidtlein darüber, dass wohl noch diesen Herbst ein Stahlgitterturm für Mobilfunk auf einem Standort oberhalb der Skiclub-Hütte errichtet wird und dass die Gemeinde die Bauträgerschaft für den Neubau der „Fürstfuhre“ zum Abtransport des vom Borkenkäfer befallenen Holzes übernommen hat. Er wies auch auf die Übereinstimmung der Räte hin, was den Anbau einer Kinderkrippe an den bestehenden katholischen Kindergarten betgrifft; derzeit gebe es aber noch Unstimmigkeiten mit der Stiftungsaufsicht der katholischen Kirchenstiftung Hetzles über eine für beide Seiten akzeptable Nutzungsvereinbarung für den benötigten Grund. Die Baumaßnahme würde aber immerhin mit bis zu 80 oder 90 Prozent vom Staat bezuschusst.

Ansonsten sah sich Bürgermeister Schmidtlein im Beisein zahlreicher Gemeinderäte nur wenigen Fragen zur Wasserversorgung und zum Krippenbau ausgesetzt Fr