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Nordbayerische Nachrichten - 09.09.2010
Ortsstraßen wieder öffnen
Landratsamt setzt Sperrung in Neunkirchen außer Vollzug
NEUNKIRCHEN
— Die vom Marktrat 2008 beschlossene und inzwischen vollzogene Sperrung der Innerortsstraßen Friedhof-, Erleinhofer Straße und Henkerstegstraße für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen ist jetzt vom Landratsamt Forchheim per Bescheid vom 26. August außer Vollzug gesetzt worden.
Damit geht die Auseinandersetzung um die seit Jahrzehnten von den Verantwortlichen in Neunkirchen geforderte Westumgehung der Staatsstraße 2243 in eine neue Runde. Jetzt wollte man mit der erst vor kurzem vollzogenen Sperrung der als Innerortsumleitung vom Durchgangsverkehr und da vor allem vom Schwerlastverkehr gerne genutzten drei Ortsstraßen den Druck auf die Regierung zu erhöhen, doch endlich das Wahlversprechen der CSU einzulösen und die Westumgehung zügiger zu verwirklichen.
Diese Tonnagenbeschränkung der Friedhofstraße, Erleinhofer Straße und Henkerstegstraße hatte schließlich zusammen mit der bereits vorher vorhandenen Begrenzung der Durchfahrtshöhen der beiden Befestigungstore auf 3,20 Meter die Ausweisung von Umleitungsrouten notwendig werden lassen, die den Verkehr durch Effeltrich, Kunreuth, Gräfenberg, Igensdorf und Forth führen sollten.
Dagegen hatten die Bürgermeister der betroffenen Kommunen in einem gemeinsamen Protestschreiben an den Bayerischen Innenminister Joachim Herrmann reagiert und ebenfalls die Dringlichkeit der „Verlegung der Staatsstraße 2243 westlich von Neunkirchen“ hervorgehoben, während ein Fuhrunternehmen aus Hetzles den juristischen Weg einschlug.

Weisung aus München
Überraschend kam jetzt für alle die — auf Weisung aus München erfolgte — Anordnung des Landratsamtes, die vom Markt angeordnete Gewichtsbeschränkung außer Vollzug zu setzen. Dies ist für Bürgermeister Heinz Richter nach der Entscheidung des Verwaltungsgerichts so nicht nachzuvollziehen. Deshalb und um den Bestandskrafteintritt des Bescheides zu verhindern, erwäge der Markt jetzt rechtliche Schritte gegen diese Anordnung der Forchheimer Behörde. „Dabei liegt mir besonders das Wohl der Bürger und insbesondere der Kinder auf ihren täglichen Schulweg über diese viel zu enge und meist nur mit einem Gehweg versehene Friedhofstraße mit ihrem Gefährdungspotenzial am Herzen“, so Richter weiter.
Für Ernst Wölfel von der SPD-Fraktion stellte sich dabei vor allem die Frage, ob denn erst Fußgänger verletzt und Mütter mit Kinderwagen angefahren werden müssen, bevor sich die verantwortlichen Herren überhaupt einmal ein Bild von der, durch den Jahr für Jahr zunehmenden Durchgangsverkehr verursachten, prekären Lage vor Ort machen wollen. Wie der streitbare SPD-Mann dann noch ankündigte, „werden wir gegen die Anordnung des Landratsamtes Einspruch einlegen“. Auch müsse man sich in diesem Zusammenhang eine schon lange anstehende Sanierung der Friedhofstraße überlegen, die dann wohl sehr lange dauern dürfte.

Zeitpunkt „unglücklich“
Abschließend bedauerte der 3. Bürgermeister Martin Mehl (CSU) die Weisung auf Aufhebung der Sperrung durch das Landratsamt, da durch sie die verkehrsmäßigen und äußerst gefährlichen Verkehrsverhältnisse in den drei Ortsstraßen wieder hergestellt würden. Vor allem sei für ihn, so Mehl weiter, die Begründung der Forchheimer Behörde nicht nachvollziehbar, dass sich der Marktrat bei seinen Entscheidungen über die Sperrung wesentlich von der Intention hat leiten lassen, Druck auf den Freistaat auszuüben. Abschließend bezeichnete Mehl die Entscheidung des Landratsamtes kurz vor Beginn des neuen Schuljahres als „unglücklich“. fr