Sie befinden sich hier: Startseite > Aktuelles > Pressespiegel > Pressemeldung
Logo eDienste

Logo willkommen-in-neunkirchen.de
suchen

Termine

Aktuelle Meldungen

zuletzt geändert


Bild für Fusszeile Info

Fränkischer Tag - 19.11.2010
Leserbrief: Region auf dem sicheren Abstellgleis

Leserbrief zum Artikel ‘Kehrt Umlandbahn auf die Spur der „Seekuh“ zurück?‘ (FT vom 5. November)

Ein Maß der Dinge kann sie wohl eher nicht sein, die überwiegende Skepsis des Kreisbauausschuss gegen die Pläne einer Stadt-Umland-Bahn. Und, wie im Artikel dargestellt, zu amüsieren über dieses Bahnprojekt, welches eine allerbeste Zukunftsausrichtung für unsere Region darstellt, braucht sich obendrein niemand auf einer solchen Ebene. Ganz zu verstehen ist der CSU-Kreisrat Edwin Dippacher, wenn es darum geht, ein Zeichen zu setzen, dass sich der Landkreis – sollte es zur Realisierung kommen – natürlich nur nach dem Nutzen für die Gebiete auf seiner Fläche kostenmäßig beteiligen kann, in denen für den Landkreis auch ein Nutzen entsteht. So aber amüsiert er sich bereits beim Auftauchen einer ersten Regung nach einer zehnjährigen Pause, was sicher der Gestaltung einer Zukunftslösung nicht dienlich ist.

Dass er jetzt dozierend Hinweise gibt, dass die Hemhofen-Bahn abgebaut sei, zeigt die Ferne seines Standorts zum Thema. Ebenso fern war das Gezerre derjenigen Kreisräte aus dem Landkreis Erlangen-Höchstadt, die unbedingt wissen wollten, ob sich ein Groß-Netz mit Ost-West-Magistrale Eschenau-Herzogenaurach-Atlantis rechne. Beides Fragen von Übermorgen, wenn ein rentables Anfangsstück in Betrieb ist und Signale zum Aufschwung aussendet. Beides wurde bereits mit Gutachten in den 90ern deutlich beantwortet. Überlandfahrstrecken größerer Art rechnen sich zunächst mit der Schiene nicht – keinerlei Neuerkenntnis.

Wichtig ist es aber, einen Einstieg hinzubekommen. Das wusste bereits Altoberbürgermeister Dietmar Hahlweg, dem die StUB-Zukunftsvision wichtig genug war, sie als Chefsache zu betreiben. Er hatte sehr wohl erkannt, dass die Hauptlastachse Herzogenaurach-Neunkirchen für die Stadt Erlangen einen Quantensprung darstellt.

Schon damals wurde unter seiner Regie der Gutachtenaussage ein Nachweis einer rentablen Strecke für den Beginn, den schwersten ersten Meter, abverlangt, was dann beim verkürzten Grundnetz deutlich gelang. Nun hat aber gerade der Quell-Ziel-Verkehr aus Neunkirchen nach Erlangen in der letzten fünf Jahren um nahezu 30 Prozent zugenommen, was ein sicheres Potenzial für die Bahn bedeutet – will man sie. So aber scheinen sich die politisch Verantwortlichen eher keine Mühe machen zu wollen, amüsieren sich und das Umland fordert den Erlanger Oberbürgermeister Siegfried Balleis nicht aus seinem Tiefschlaf. Region, lasse dich nur nicht wecken und befinde am besten noch über einzusparende Gelder beim Busverkehr. Dann bist du am sicheren Abstellgleis.

Bernhard Birnfeld
Kreuzstraße 20
91077 Neunkirchen am Brand