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Nordbayerische Nachrichten - 25.03.2011
Leserbrief: Westumgehung: Pro ...
Betrifft: Westumgehung Neunkirchen
Was vielen Neunkirchener Bürgern nicht so recht bewusst ist, ist die Tatsache, dass die Westumgehung (W.U.) der Staatsstraße 2243 laut dem Entwurf des 7. Ausbauplans für Staatsstraßen bis zum „Nimmerleinstag“ verschoben werden soll.
Obwohl seitens der Marktgemeinde Neunkirchen vom 27. September 2008 ein eindeutiger, rechtskräftiger Beschluss zum Bau der W.U. vorliegt, lassen sich Oberste Baubehörde München, Verwaltung Bayreuth, Staatliches Bauamt Bamberg und nicht zuletzt der regionale Planungsverband durch fadenscheinige, egoistische Argumente und Erhebungen von „MUNk“ beeinflussen, um gegen die Realisierung der W.U. zu stimmen.
Friedhofstraße und Erleinhoferstraße wurde von den Anliegern finanziert und sind für den Schwerlastverkehr überhaupt nicht geeignet (zu schmal, Oberbau unzureichend). In diesem Zusammenhang sei vermerkt, dass die Kosten für die genannten Ortsstraßen bei Schäden an der Straßendecke oder an dem darunter liegenden Abwasserkanal von den Anliegern zu tragen sind.
Hinzu kommt, dass der immissionsrechtliche Grenzwert (Schallpegel) bereits 1996 überschritten wurde. (tagsüber 68,04 dB und nachts 59,07 dB; zulässig ist ein Schallpegel von 52 dB tagsüber und 43,07 dB nachts) Des Weiteren verursacht ein Lkw Straßenschäden wie 163840 Pkw und enorm gesundheitliche Folgen durch Feinstaub. Mit 8950 Fahrzeugen pro Tag ist das Verkehrsaufkommen zweieinhalb Mal so groß wie in sonstigen Gemeinden Oberfrankens, so Herr Hübner.
Die Verkehrserhebung von „MUNk“ welche aus Kostengründen anscheinend bei Behörden Anklang findet, ist sehr durchsichtig. Da wird angeführt, wie der Verkehr durch Verteilen auf Ortsstraßen sich vermindert und der Lkw-Verkehr durch Verbreiterung der Friedhofstraße – unter Wegnahme (Enteignung!) der Vorgärten der betroffenen Anwohner – bereinigt wird. Eine bodenlose Frechheit ist auch der Leserbrief von H. Kattenbeck vom Bund Naturschutz (BN) vom 5. März, in dem er die Problemlösung durch die Stadt-Umland-Bahn (St UB) ins Spiel bringt. Glaubt H. Kattenbeck wirklich, dass man den Schwerverkehr von 40 Tonnen in so eine kleine Kabine bringt? Und dass die St UB zwischen Forchheim und Neunkirchen fahren soll, wäre mir neu. Da wäre das Geld mit offenen Händen zum Fenster hinausgeschmissen.
In vielen Gesprächen wurde der Bürgermeister von Neunkirchen gebeten, bei den Bürgermeistern der umliegenden Gemeinden, den Landtags-, und Bundestagsabgeordneten der Region und den zuständigen Ämtern vorstellig zu werden, um auf die prekäre Situation in Neunkirchen aufmerksam zu machen. Aber mit einem Lächeln und dem Satz „Wir bleiben am Ball“ ist es nicht getan – dies beweist die jetzige Lage.
Es wird von „MUNk“ und dem BN immer kritisiert, dass sowohl Gemeinderat als auch Angeordnete nicht demokratisch handeln würden, nur weil sie nicht nach ihrer Pfeife tanzen. Doch der Beschluss für die Westumgehung im Gemeinderat, also den demokratisch gewählten Vertretern der Neunkirchener, lautete bekanntlich 17:3 Stimmen – mehr als eine Vierfünftelmehrheit! Wenn dies keine demokratische Legitimation dafür ist, was bitte dann?
Zu guter Letzt appelliere ich an die Gemeindeverwaltung von Neunkirchen, der vom Gemeinderat am 16. März ebenfalls mit 17:3 Stimmen beschlossenen Resolution mit aller Macht bei den entscheidenden Stellen Gehör zu verschaffen, welche eine stärkere Würdigung der Sonderfaktoren niedrige Stadttore und zu enge Friedhofstraße verlangt.
Darüber hinaus müssen auch die vom derzeitigen Lkw-Umleitungsverkehr betroffenen Gemeinden Hetzles, Kunreuth und Gräfenberg mit ins Boot geholt werden, um beim Regionalen Planungsverband der Dringlichkeit der Westumgehung geschlossen Nachdruck zu verleihen.
Winfried Mehl, Neunkirchen