Sie befinden sich hier: Startseite > Aktuelles > Pressespiegel > Pressemeldung
Logo eDienste

Logo willkommen-in-neunkirchen.de
suchen

Termine

zuletzt geändert


Bild für Fusszeile Info

Erlanger Nachrichten - 30.04.2011
Straße als Präzedenzfall?
Neunkirchen: Befürworter und Gegner an einen Tisch
Wenn der Regionale Planungsausschuss (RPA) am Mittwoch nächster Woche über die terminliche Einstufung des Baues der Westumfahrung der Staatsstraße 2243 in Neunkirchen entscheiden soll, liegt ihm nicht nur ein Papier der Befürworter vor. Auch die Gegner, darunter der Bund Naturschutz, die Bürgerinitiative MUNK und der Ebersbacher Bauernverband (BBV), haben Argumente gesammelt und dringen darauf, dass das Gremium den Straßenbau nicht vorzieht.
FORCHHEIM — Eigentlich hatte der RPA schon vor elf Jahren dem Verkehrsprojekt die Dringlichkeitsstufe 1 zugesprochen. Damit konnte man sich jedoch beim Innenministerium nicht durchsetzen. Dort wurde das Vorhaben lieber als Reserve-Vorhaben ausgegeben, so dass eine Realisierung in diesem Jahrzehnt kaum noch denkbar ist. Dennoch heißt es nun, die Neunkirchener Gemeindeväter seien inzwischen sogar willens, Pläne für den umstrittenen Straßenbau, der wie ein Jahrhunderprojekt gehandelt wird, vorzufinanzieren.
Geht es nach den Gegnern, ist eine neue St 2243 überflüssig. Weil die bisher bekannten Verkehrszahlen den Bau einer neuen Straße nicht rechtfertigten. Gestern legten sie im Beisein des BN-Landesbeauftragten Richard Mergner der Presse eine Fleißarbeit über Neunkirchens Verkehrssituation vor, in der auch festgehalten wird, wie der Markt ohne eine Westumfahrung Engpässe in den Straßen und Gefahrenstellen beseitigen kann. MUNK-Sprecherin Bettina Wittmann und BN-Ortsgruppenvorsitzender Bernhard kritisieren vor allem, dass die Gemeinde zehn Jahre verstreichen ließ ohne sich um die Beseitigung der beklagten Gefahrenpunkte im innerörtlichen Straßennetz zu kümmern.
Da sich nun eine weitere Bürgerinitiative gebildet hat, die eindeutig auf Kurs Westumfahrung segelt, haben sich BN, Munk und BBV vorgenommen, den Gemeinderat und die Konkurrenz zum Streitgespräch zu bitten. Für den BN-Kreisvorsitzenden Heinrich Kattenbeck kann bei dieser Gelegenheit auch geklärt werden, ob „die Zahlen wirklich falsch sein sollen“, die die Gegner gegen den Straßenbau ins Feld führen. Kattenbeck drohte ohnehin an, dass der BN „alle Rechtsmittel ausschöpfen“ und politische Hilfe suchen werde, um die Westumfahrung zu verhindern. mol