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Fränkischer Tag - 03.03.2012
Pro Tag rollen 75 Brummis durch

Westumgehung Bund Naturschutz und Bürgerinitiative sehen Kostenlawine auf die Marktgemeinde zurollen.


Die Einmündung der Friedhofstraße, der Neunkirchner Innerortsumgehung, ist eng für Brummis.


Neunkirchen am Brand - Nur 85 000 Euro Vorplanungskosten vorschießen und dann kommt bald die Westumgehung. So deuten manche das Signal, das Innenminister Joachim Herrmann (CSU) bei einem Ortstermin im Januar in Neunkirchen gegeben hat.

An der Richtigkeit dieser „Fast-Null-Lösung“ bei Baukostengrößenordnungen zwischen acht und zehn Millionen Euro zweifeln Tom Konopka, der Regionalreferent Mittelfranken des Bund Naturschutz; Bernhard Birnfeld, der örtliche Vorsitzende des BN; Bettina Wittmann, die Sprecherin der Bürgerinitiative „Modernes und umweltbewusstes Neunkirchen“ und auch Johannes Zöllner, der Ebersbacher Ortsobmann des Bauernverbands.

Birnfeld argumentiert ganz ökonomisch: Die Westumgehung ist in der Dringlichkeitsstufe 1 R eingeordnet, d. h. sie werde in dieser Dekade nicht mehr gebaut. Es sei denn, die Kommune schieße die Planungskosten und Grunderwerbskosten im so genannten Sonderbaulast-Verfahren vor. Erst danach dürfe sie auf Zuschüsse hoffen. „80 Prozent sind dabei reines Wunschdenken“, behauptet er.

Weniger Schwerlastverkehr
Mindestens 1,6 Millionen Euro, wenn nicht bis zu 7 Millionen Euro blieben der Gemeinde. „Einer Gemeinde, die zum Schuldenabbau verpflichtet ist“, ergänzt Wittmann. Für sie fällt auch die bisherige Begründung immer mehr weg: der Schwerlastverkehr durch die Friedhofstraße als innerörtliche Umgehung. Bei der bundesweiten Verkehrszählung 2005 rollten in der Forchheimer Straße noch 119 Lkw am Tag, 2010 waren es nur mehr 75. Die 40 Meter lange Engstelle an der Einmündung in die Friedhofstraße am Forchheimer Tor lässt sich nach Wittmann durch eine abknickende Vorfahrtsregelung entschärfen. Ein Ingenieurbüro habe schon Pläne ausgearbeitet, wie mit einfachen Mitteln der Begegnungsverkehr getrennt werden könne.

Anlieger zahlen mit
Wittmann sieht ein ganz anderes – teures – Problem auf die Anlieger zukommen: Die Gemeinde habe den Vertrag gekündigt, durch den die Baulast für die Friedhofstraße teilweise beim Staat lag. Die Straße ist sanierungsbedürftig; die Kanäle sind durch die Verkehrsbelastung kaputt. Der Wunsch der Kommune nach einem Zuschuss sei abgewiesen worden. Mit der Folge: Der Markt und die Grundstückseigentümer müssen die Kosten der Sanierung tragen.

VON UNSERER MITARBEITERIN Pauline Lindner