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Nordbayerische Nachrichten - 16.06.2012
Leserbrief: Straße umbauen sinnvoller


Betrifft: Bau der Westumfahrung von Neunkirchen
Während Herr Hemmerlein in sei­nem Leserbrief die mehrfach beleg­ten Zahlen des rückläufigen Last­zug- Verkehrs in Neunkirchen (um 37 Prozent) sowie auf der Lkw-Um­fahrungsstrecke Weingarts-Igens­dorf (um 21 Prozent) (DVD Innen­ministerium) als Delle deklariert, zeichnet sich hier eine generelle Entwicklung ab, die in den bisheri­gen offiziellen Prognosen (basie­rend auf Zahlen von 2005) noch nicht berücksichtigt wurde und damit die Notwendigkeit einer Westumgehung aus verkehrstechni­scher Sicht immer weiter in Frage stellt.
Eine aktuelle Zählung des Quell-Zielverkehrs von Neunkirchen (Staatliches Bauamt Bamberg 2010) belegt zudem, dass auch nach dem Bau einer Westumfahrung ein beträchtlicher Anteil des Verkehrs im Ort verbleibt. Speziell in der Friedhof- und Forchheimer Straße werden weiterhin Busse, Lkw nach Hetzles, Versorgungsfahrzeuge usw. fahren.
Damit steht die generelle Frage, wie derartiger Verkehr für Anwoh­ner und Schulkinder sicher und zum Beispiel mit wenig Geräusch – eben belästigungsarm – geleitet werden kann. Nichts anderes beinhalten die Vorschläge der BI MUNk. Aller­dings besteht für die Gemeinde die Möglichkeit, dass ein solcher Umbau – bei entsprechender Ver­handlungsführung – vom Freistaat unterstützt würde, gerade auch kos­tenmäßig und dadurch die Anlieger die Kosten für eine Sanierung nicht selbst erbringen müssten.
Die vom Markt 2008 durchge­führte Untersuchung am Forchhei­mer Tor trägt unbestritten zur Ver­besserung des Abbiegens von Lkw bei. Dabei handelt es sich keinesfalls um einen Beschleunigungsausbau. Auch ein Enteignen von Vorgärten wäre nicht notwendig. Eine abkni­ckenden Vorfahrt lässt die folgende Engstelle in der Friedhofstraße mit Gehsteigschutz bei Lkw-Begegnung unproblematisch werden. Eine sol­che Entschleunigung „de luxe“ kos­tet zum Beispiel in Dormitz aktuell für einen ganzen Straßenzug (1,1 Kilometer) zirka zwei Millionen Euro. Im Gegensatz zu einer Umfah­rung zieht eine verlangsamte Orts­durchfahrt jedoch keinen zusätzli­chen Verkehr an und kostet etwa 80 Prozent weniger. Somit stellt sich für Kommune und Anlieger die Frage, welche Investition hier wirklich Abhilfe schafft und Kosten vor Ort abwendet. Wird der zurückgehende Lkw-Verkehr hier auch eine Umkehr in der Denkweise mit sich bringen? Ist die Umfahrung – ehemals die beste Lösung – diese noch immer?
Eine St UB jedoch braucht Neun­kirchen – verbunden mit einem Takt­bus zu den Umlandgemeinden Rich­tung Forchheim ergibt sich dadurch eine weitere Verkehrsminderung. Und Ackerland brauchen wir für die regionale Qualitäts-Lebensmittel Er­zeugung vor Ort, welche in Zukunft durch Transportkostenerhöhung und Treibstoffverknappung immer wertvoller und notwendiger werden wird.
Bettina Wittmann, BI MUNk e.V., Johannes Zöllner, Obmann des BBV, OG Ebersbach, Heinrich Kattenbeck, Bund Naturschutz, KG Forchheim