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Fränkischer Tag - 05.07.2012
W-Fragen beschäftigen Bürger




Moderator Josef Hofbauer lässt sich von Elisabeth Hofmann die Besonderheiten der Ebersbacher Tracht erklären.


Gute Laune war Trumpf am Dienstagabend in Ebersbach.


FT-Fotografin Barbara Herbst (nicht im Bild) war nicht die einzige,…


….die den Abend mit einer Kamera festhielt.


Ebersbach - Ein bisschen mulmig war ihm schon gewesen vor dem Abend in Ebersbach. Heinz Richter, seines Zeichens FWG-Bürgermeister von Neunkirchen, rechnete nicht mit Standing Ovations für seine Person – trotz der Freude im Ortsteil über das neue Gemeinschaftshaus, das die Marktgemeinde maßgeblich mitfinanziert hat. Mit dem Gebäude sind noch längst nicht alle Ebersbacher Sorgen beseitigt. Der Wunsch von Feuerwehrkommandant Jürgen Braun, endlich einen Ersatz für das Einsatzfahrzeug aus dem Jahr 1969 zu erhalten, ist da noch das kleinste Problem. Viel kniffliger sind die W-Fragen: Windrad und Westumgehung.

Viele Ebersbacher stimmten mit dem Obmann des Bauernverbandes, Johannes Zöllner, überein, der sagte: „Die Vorrangfläche für Windkraft ist zu nahe an Ebersbach dran.“ Dabei sei die Windhöffigkeit auf dem vorgesehenen Areal bei Ebersbach gerade mal ausreichend.

Richter betonte, dass er mit dem Thema sehr vorsichtig umgehe, aber hinter der Entscheidung des Gemeinderats stehe. Dieser hatte sich dafür ausgesprochen, dass Neunkirchen für erneuerbare Energien eintritt und sich an der Bürgergenossenschaft beteiligt, die von Windkraftanlagen auf dem besagten Gebiet profitieren will. Allerdings: „Stand der Dinge ist, bislang hat sich kein Investor konkret eine Fläche gesichert.“

Noch mehr Konfliktstoff barg das Thema Westumgehung von Neunkirchen. Der Gemeinderat und Ortssprecher Wilhelm Schmitt (GDG) stellte gleich klar: „Die Trasse ist näher an Ebersbach als die 300 Meter, die der Bürgermeister angibt. Und selbstverständlich sind wir in Ebersbach gegen diese Trasse.“ Großer Beifall der Bürger war ihm gewiss. Neunkirchen habe „sich verkauft“ und die Trasse durch immer weitere Baugebiete bis in die Ebersbacher Flur verschoben. Das Projekt ist nun für 2025 geplant, deshalb hofft Schmitt, dass dem „Staat bis dahin das Geld ausgeht.“

Bürgermeister will die Trasse
Richter bleibt ruhig, aber entschlossen, auch wenn Jäger Roger Hollfelder kritisiert, dass die neue Straße den „sehr guten Wildbestand“ hier massiv gefährde. Vielmehr will Richter durch eine Finanzierung des Planfeststellungsverfahrens dafür sorgen, dass das Projekt vor 2025 realisiert werden kann. Punkt. Die Zuhörer schluckten, stiegen aber nicht auf die Barrikaden. Und Richter hatte die heiklen Themen überstanden.

VON UNSEREM REDAKTIONSMITGLIED
Michael Memmel