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Fränkischer Tag - 15.07.2013
58,5 Prozent stimmen mit Nein
Bürgerentscheid Die Marktgemeinde Neunkirchen am Brand kann nun 110 000 Euro in die Planung für die Westumgehung stecken. Die Wahlbeteiligung liegt bei 45,5 Prozent.
VON UNSEREM MITARBEITER Karl-Heinz Frank

Neunkirchen am Brand - Die 6110 wahlberechtigten Neunkirchner Bürger haben sich beim Bürgerentscheid mit 58,48 Prozent dafür ausgesprochen, dass der Markt die Erstellung von Planfeststellungsunterlagen für eine Umgehung der Staatsstraße 2243 westlich von Neunkirchen bis zu einer Höhe 110 000 Euro vorfinanzieren soll. Dazu musste wegen der Fragestellung mit Nein gestimmt werden. Dagegen stimmten 41,51 Prozent der Bevölkerung, die entsprechend ihre Ja-Stimme gaben.

Wie Bürgermeister Heinz Richter (FWG) bei der Bekanntgabe des vorläufigen amtlichen Wahlergebnisses weiter ausführte, habe die Wahlbeteiligung bei 45,48 Prozent gelegen, der Anteil der Briefwähler habe 7,5 Prozent betragen.

„Eindeutig für Westumgehung“
Das Gemeindeoberhaupt freute sich zunächst darüber, dass die Bürger den Bürgerentscheid mit knapp über 45 Prozent Beteiligung doch ernst genommen haben und sich der Bürgerwille „eindeutig für eine Westumgehung“ artikuliert habe – trotz aller möglichen Gegenargumente, die von den Initiatoren Bettina Wittmann und Johannes Zöllner von der „Bürgerinitiative für ein modernes und umweltbewusstes Neunkirchen“ ins Feld geführt worden seien.

Nun habe man aber auch im Marktgemeinderat die nötige Rückenstärkung, um jetzt zielstrebig mit dem Planfeststellungsverfahren beginnen zu können. Ziel sei, den Bürgern an der vielbefahrenen Ortsdurchfahrt wieder ihre Lebensqualität zurückgeben zu können und den Schwerlastverkehr auf die Westumgehung zu verbannen.

Für Andreas Pfister (SPD) überwiegt jetzt die Freude darüber, dass man jetzt endlich von den Neunkirchnern mit dem notwendigen Handlungsspielraum ausgestattet den Fortgang mit dem Planfeststellungsverfahren forcieren könne. Die SPD-Rathausfraktion habe sich bewusst aus dem Geplänkel im Vorfeld des Bürgerentscheids herausgehalten, um die Bürger in Neunkirchen am Brand nicht zu spalten.

Martin Walz von der CSU-Fraktion wünscht sich nach dem positiven Ausgang der Wahl jetzt nur eines: dass sich alle Kräfte bündeln, um die Westumgehung als eine Lösung für alle Bürger zu gestalten. Nun werde auch die Arbeit im Gemeinderat um ein vieles leichter sein und das Warten auf die Maßnahmen endlich ein Ende haben. Holger Kotouc von Bündnis 90/Die Grünen stellte vor allem das doch respektable Ergebnis der Bürgerinitiative mit über 41 Prozent heraus. Das waren 1150 Ja-Stimmen, die das Geld lieber für Maßnahmen im Ort ausgegeben gesehen hätten als damit auf eine schnellere Durchführung des Planfeststellungsverfahren zu setzen.