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Die Neunkirchner Karfreitagsprozession

 

Das Studio Franken des Bayerischen Rundfunks berichtet auf den Seiten von BR-Online über die Neunkirchner Prozession.

Die Tradition unserer Prozession am Karfreitag reicht zurück bis ins Jahr 1668. Von nah und fern kommen die Menschen und erleben am Todestag Christi eine eindrucksvolle Bilderprozession. Vermutlich lieferte ein Geistlicher anno 1750 den ersten Bericht in Form einer Prozessionsordnung, die den Titel trägt:

"Trauer Proceßion des bitteren Leydens und Sterbens Jesu Christi vorgestellt zu Neunkirchen am Brand den 27. Martij1750".

Das Dokument bezeugt, dass es dereinst eine Fülle von 95 Einzelbildern war, mit sehr realistischen Szenen. Der Niederschrift zufolge darf man annehmen, dass sie nicht nur mit Statuen und Bildern, sondern auch mit lebenden Gruppen unterwegs waren. Heute tragen Männer und Burschen aus jedem Ort der Pfarrgemeinde eine der von schnitzkundigen Handwerksmeistern geschaffenen Figuren durch die historischen Straßen des Marktes, um so die Geschichte des Leidens Christi zur Betrachtung in die Gegenwart zu stellen. Dazwischen folgt die große betende und singende Gemeinde mit dem Priester und dem Rat der Marktgemeinde.

Um 9.00 Uhr beginnt die Prozession am Kirchplatz mit folgender Prozessionsordnung:

 

Angeführt wird der Zug von einer Ministrantengruppe die an einem Kreuz die Marterwerkzeuge Jesu trägt.

Es folgt der Ortsteil Ebersbach mit der Darstellung "Einsetzung des Altarsakraments".

 

Darauf folgt der Ortsteil Baad mit der Darstellung "Jesus am Ölberg".

 

Danach der Ortsteil Rosenbach mit der Darstellung "Jesus an der Geißelsäule".

 

Es folgt der Ortsteil Großenbuch mit der Darstellung "Jesus mit Dornen gekrönt".

 

Danach folgt der Ortsteil Schellenberg mit der Darstellung "Christus verhöhnt".

 

Es folgt das Hohe Kreuz "Christus für uns am Kreuz gestorben" getragen von Zimmerleuten.

 

Dem Kreuz folgt der Priester mit einen Reliquienkreuz welches einen Splitter von Kreuz Jesu beherbergt. Dem Priester folgen Bürgermeister und Räte der Marktgemeinde.

    

 

Die nächste Darstellung, eine gotische Pieta "Jesus im Schoß seiner Mutter" getragen von der Kolpingsfamilie.

 

Danach folgt das Heilige Grab "Christus wird ins Grab gelegt" getragen von der Freiwilligen Feuerwehr.

 

Zum Abschluss der Figurenreihe folgt eine gotische Darstellung des Auferstandenen Christus "Christus auferstanden von den Toten" getragen von Jugendlichen.

Allen Bildnissen voran, wird von Kindern eine Tafel mit der Bezeichnung der jeweiligen Darstellung getragen. Während der Prozession wird die Kreuzwegandacht gebetet und das zugehörige Lied gesungen. Der Gesang wird von der Jugend und Trachtenkapelle Neunkirchen am Brand begleitet. Die große Karfreitagsprozession in Neunkirchen am Brand zeichnet sich besonders dadurch aus, dass alle Anwesenden in der Prozession mitgehen und mitbeten und nur wenige Fotografen am Straßenrand stehen. Die Teilnehmerzahl wurde in den letzten Jahren auf 3000 bis 5000 Personen geschätzt. Im Anschluss an die Prozession wird in der Pfarrkirche die Andacht zu Todesangst Christi am Kreuz gebetet. Das Heilige Grab wird in der Hl. Grab Kapelle aufgerichtet und lädt zum stillen Gebet ein.

Am Nachmittag um 15.00 Uhr feiert die Gemeinde in der Pfarrkirche St. Michael die Karfreitagsliturgie.

 

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